|
|
Junior World Trophy 2012 wird offizielle FEI-Europameisterschaft
Mir einer kleinen Sensation konnte die Präsidentin des internationalen Jugendfahrverbandes ICKD, Mary Jane Campbell (GB) anlässlich der Generalversammlung des Verbandes am Rande der Olympia Horse Show in London aufwarten: die vom 11. bis 15. Juli 2012 in Wiener Neustadt (Österreich) stattfindende Junior World Trophy wird offizielle FEI-Europameisterschaft für Kinder, Junioren und Junge Fahrer. Nachdem die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) im November ein Fahrreglement für Kinder auf der Basis der bisherigen ICKD-Regelungen verabschiedet hatte, war der Weg offen für ein offizielles Championat mit Nationenwertung. Daniela Grafenbeger, österreichische Bundesfachreferentin für Jugendfahrsport geht davon aus, dass über 100 Gespanne an der Europameisterschaft teilnehmen werden. Deutscher Richter wird der „Richter des Jahres“ Klaus Peppersack aus Hamm sein.
|
Der Pferd & Wagen Wendekalender 2012 für Sport- und Traditionsfahrer ab sofort erhältlich!
Die ganze Welt des Gespannfahrens findet sich im Jahreskalender „Fahrsport und Traditionsfahren 2012“ der Zeitschrift Pferd & Wagen. Als „Wendekalender“ enthält er 12 Monatsblätter mit faszinierenden Szenen aus dem Fahrsport, dreht man den Kalender herum sind 12 Kalenderblätter mit beeindruckenden Traditionsgespannen zu sehen. Die Textinformationen zu jedem Bild weisen auf interessante Veranstaltungen über das Jahr hinweg hin. Zu dem Monatskalendarium mit Wochentagen steht jeweils ein praktisches Notizfeld für wichtige Terminerinnerungen zur Verfügung. Der Kalender mit 24 hochwertig lackierten Fotografien ist ab sofort im DIN-A-3 Hochformat 297 x 420 Zentimeter erhältlich und kostet 19,50 Euro zzgl. 4,10 Euro Versandkosten (nur Inland; EU 17 Euro; Nicht-EU bitte vor der Bestellung erfragen). Bestellbar ist er unter Pferd & Wagen, Tel.: 08122/9616-651, E-Mail: service@pferdundwagen.com oder direkt unter diesem Link >>Bestellung Kalender 2012 |
|
Bundeskader Fahren 2012 benannt
Der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) hat in seiner alljährlichen Herbstsitzung die Championatskader und die Bundeskader der Pferde- und der Ponyfahrer aller Anspannungsarten benannt. „Wir haben die Kader bewusst klein gehalten, um zu zeigen, dass eine Aufnahme in den Kader noch möglich ist. Im Laufe der Saison können jederzeit Fahrer oder Fahrerinnen aufgrund von Leistungen nachberufen werden“, erklärte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim). In einen Kader berufen wurden folgende Fahrer und Fahrerinnen:
Championatskader Vierspänner: Michael Brauchle (Lauchheim), Rainer Duen (Friesoythe), Christian Plücker (Waldeck), Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal), Ludwig Weinmayr (Fischbachau) und Josef Zeitler (Starnberg).
B-Kader Vierspänner: Max Dangel (Vechta), Mareike Harm (Negernbötel) und Tobias Raphael (Haan).
Championatskader Pony-Vierspänner: Steffen Brauchle (Lauchheim), Tobias Bücker (Emsdetten), Dieter Höfs (Weil der Stadt) und Abel Unmüssig (Hinterzarten).
B-Kader Pony Vierspänner: Daniel Coenen (Geilenkirchen), Thomas Köppen (Dreieich) und Florian Wissdorf (Rommerskirchen).
Championatskader Zweispänner: Reinhard Burggraf (Geretsried), Carola Diener (Lähden), Arndt Lörcher (Wolfenbüttel), Anna Sandmann (Lähden) und Sebastian Warneck (Potsdam)
B-Kader Zweispänner: Lothar Bachmeier (Meißenheim), Rudolf Huber (Stuhr) und Stefan Schottmüller (Kraichtal).
Championatskader Pony-Zweispänner: Steffen Abicht (Bad Düben), Dieter Baackmann (Emsdetten), Marco Freund (Dreieich) und Stephan Koch (Hamburg).
B-Kader Pony-Zweispänner: Fabian Gänshirt (Friesenheim), Lars Heidotting (Emsdetten), Birgit Kohlweiß (Weil der Stadt) und Matthias Mader (Beerfelden).
Championatskader Einspänner: Christoph Dieker (Gescher) und Dieter Lauterbach (Dillenburg).
B-Kader Einspänner: Peter-Johannes Auracher (Lauchheim), Detlef Böhlmann (Otter), Katja Helpertz (Monheim), Klaus Tebbe (Neuenkirchen) und Thorsten Zarembowicz (Viernheim).
Championatskader Pony-Einspänner: Patrick Hanisch (Ennigerloh), Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) und Dennis Schneiders (Petershagen).
B-Kader Pony-Einspänner: Edwin Kiefer (Horb), Niels Grundmann (Fredenbeck) und Daniela Menke (Bad Essen). (fn-press/evw) |
|
FN-Ranglisten Fahren 2011: Georg von Stein führt die Vierspänner an
Der Deutsche Meister Georg von Stein (Modautal) hat in diesem Jahr Christoph Sandmann (Lähden) an der Spitze der Rangliste der Vierspänner abgelöst. Georg von Stein setzte sich mit 79 Punkten deutlich vor Michael Brauchle (Lauchheim), der mit 67 Punkten wie schon 2010 Platz zwei belegt. Beide gehörten gemeinsam mit Sandmann zur erfolgreichen Mannschaft, die bei den Europameisterschaften der Vierspänner im niederländischen Breda die Bronzemedaille gewann. Knapp hinter Brauchle auf Platz drei der Rangliste liegt Rainer Duen (Friesoythe) mit 66 Punkten. Für die Fahrer gibt es insgesamt sechs Ranglisten für die verschiedenen Anspannungsarten nach einem speziellen Punktesystem.
Platz vier bei den Vierspännern geht mit 56 Punkten an den ehemaligen Spitzenreiter Christoph Sandmann. Er startete 2011 nur auf vier Turnieren, da er seine Pferde Tochter Anna und Stallmeisterin Carola Diener zur Verfügung stellte, die beide erfolgreich zweispännig unterwegs waren. So erfolgreich, dass Carola Diener in ihrer ersten internationalen Saison nicht nur Deutsche Meisterin, sondern auch Weltmeisterin der Zweispänner in Conty in Frankreich wurde und die nationale Rangliste der Zweispänner mit 138 Punkten anführt. Dahinter auf den Plätzen zwei und drei liegen ihre Teamkollegen der WM in Conty: Reinhard Burgraf (Geretsried) mit 131 Punkten und Sebastian Warneck (Potsdam) mit 128 Punkten. Gemeinsam gewannen Diener, Burggraf und Warneck Mannschafts-Silber bei der WM in Conty. 2010 führte Reinhard Burggraf die Rangliste der Zweispänner an. Direkt hinter dem Spitzentrio auf Platz vier der nationalen Rangliste liegt die 16-jährige Anna Sandmann mit 102 Punkten.
Die Spitze zurückerobert hat sich Einspännerfahrer Dieter Lauterbach (Dillenburg). Nachdem er 2010 von Platz eins auf Platz drei gerutscht war, führt er 2011 mit 60 Punkten die Rangliste der Einspänner wieder an. Hinter ihm mit 56 Punkten ist der Deutsche Meister Christoph Dieker (Gescher). Von Platz neun 2010 auf Platz drei hat sich die 19-jährige Nachwuchsfahrerin Katja Helpertz (Monheim) mit 42 Punkten vorgeschoben. Im vergangenen Jahr führten Doppel-Weltmeister Thorsten Zarembowicz (Viernheim) und Mannschafts-Weltmeisterin Mareike Harm (Negernbötel) die Liste der Einspänner an. Zarembowicz hat sein WM-Pferd Sunrise nicht mehr zur Verfügung und startete in diesem Jahr mit einem Nachwuchspferd bei zwei Turnieren und belegt mit 26 Punkten Platz sieben. Mareike Harm ist ins Lager der Vierspänner gewechselt und belegt auf der Rangliste der Vierspänner nach ihrer ersten Saison Platz acht (38 Punkte).
Bei den Pony-Vierspännern ist das gleiche Trio vorne wie 2010. An der Spitze ist wieder Steffen Brauchle (Lauchheim) mit 63 Punkten vor Tobias Bücker (Emsdetten) mit 59 Punkten. Beide gehörten zum Gold-Team der Weltmeisterschaften der Ponyfahrer in Lipica in Slowenien. Punktgleich mit Bücker auf Platz zwei liegt Daniel Schneiders (Petershagen), der bei der WM in Lipica Einzel-Bronze gewann. Auch bei den Pony-Zweispännern hat sich an der Spitze der Rangliste wenig geändert. Auf Platz eins ist Mannschafts-Weltmeister Stephan Koch (Hamburg) mit 107 Punkten, der wie 2010 wieder vor Dieter Baackmann (Emsdetten) mit 105 Punkten liegt. Baackmann gehörte ebenfalls zur Mannschaft der Ponyfahrer, die WM-Gold in Lipica holte und sicherte sich zudem aber auch die Goldmedaille in der Einzelwertung der Pony-Zweispänner. Von Platz zwölf 2010 auf Platz drei (95) vorgearbeitet hat sich der 15-jährige Nachwuchsfahrer Marco Freund (Dreieich). Auch bei den Pony-Einspänner hat es ein Nachwuchsfahrer in das Spitzentrio geschafft. 2010 noch auf Platz 16 belegt der 21-jährige Niels Grundmann (Frendenbeck) 2011 mit 46 Punkten den dritten Platz. Vor ihm sind nur die beiden Mannschafts-Goldmedaillengewinner der WM in Lipica Dennis Schneiders (Petershagen) auf Platz eins (58) und Patrick Hanisch (Ennigerloh) auf Platz zwei (50).
Für die spezielle Rangierung nach Anspannungsart zählen alle bundesweit offenen S-Turniere, dazu Nationenpreise (CAIO) und internationale Turniere (CAI). Der erstplatzierte Teilnehmer der Prüfung erhält die Punkte entsprechend der Anzahl der Starter plus einen Punkt, der Zweitplatzierte erhält Punkte entsprechend der Anzahl der Starter minus einen Punkt, der Drittplatzierte und alle nachfolgenden Teilnehmer erhalten je einen Punkt weniger (LPO § 802c). Der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat dabei allerdings eine Maximalpunktzahl festgelegt: Einspänner 15, Zweispänner 35, Vierspänner 25 Punkte. Bei jedem Fahrer werden die besten vier Ergebnisse gewertet.
Die Ranglisten sind im Internet unter www.pferd-aktuell.de/ranglisten zu finden. (fn-press/evw) |
|
Pferdesteuer wird in vielen Gemeinden diskutiert
Die Diskussion um die Einführung der Pferdesteuer zieht immer weitere Kreise. Nahezu täglich melden besorgte Pferdehalter, Reitervereine und Pferdebetriebe der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) neue Städte und Gemeinden, in denen die Pferdesteuer die knappen öffentlichen Kassen füllen soll.
Erste Erfolge im Kampf der Reitervereine, Pferdebetriebe, Landesverbände und der FN gegen die drohende Pferdesteuer sind bereits zu vermelden. So entschieden sich die Stadt- beziehungsweise Gemeinderäte von Worms (Rheinland-Pfalz), Nuthetal (Brandenburg), Quickborn und Insel Fehmarn (Schleswig-Holstein), Dettighofen (Baden-Württemberg), Nettetal (Nordrhein-Westfalen) sowie Schauenburg, Rödermark, Immenhausen und Langenselbold (Hessen) gegen die Pferdesteuer. Dennoch gibt es keinerlei Veranlassung, das Thema zu verharmlosen und zu bagatellisieren. Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe der FN, erklärt: „Das Problem ist noch lange nicht vom Tisch. Die Pferdesteuer wird in so vielen Städten und Gemeinden diskutiert, dass wir mittlerweile von einem Flächenbrand sprechen können.“ So stehen aktuell (Stichtag 7. Dezember) noch Entscheidungen pro oder contra Pferdesteuer in Meerbusch und Dortmund (Nordrhein-Westfalen, Norderstedt (Schleswig-Holstein) sowie in zahlreichen hessischen Städten und Gemeinden (u. a. Bad Homburg, Rodgau, Greifenstein, Biebertal, Nidderau und Niddatal) an. Und täglich kommen weitere hinzu. Hessen nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als der Hessische Städte- und Gemeindebund eine Mustersatzung ausgearbeitet hat, die es den Kommunen geradezu leicht macht, „Ja“ zur Pferdesteuer zu sagen. Sogar die Höhe wird in der Mustersatzung empfohlen: bis zu 750 Euro pro Pferd/Pony und Jahr!
Wer die Einführung der Pferdesteuer erfolgreich bekämpfen möchte, braucht vor allem strategisches Vorgehen. Dies haben die Erfahrungen der vergangenen Wochen deutlich gemacht. Da die Pferdesteuer eine kommunale Steuer ist, kann sie auch nur auf Gemeinde- oder Stadtratsebene verhindert werden. Deshalb ist es für Vereine und Betriebe immens wichtig, die Tagesordnungspunkte und die Protokolle ihrer kommunalen Entscheidungsgremien zu kennen. Manches wird in den amtlichen Bekanntmachungen veröffentlicht, manches ist in den Rathäusern einzusehen, im konkreten Fall sollte sich jeder vor Ort informieren. Je früher die Lobbyarbeit beginnt, desto wirkungsvoller kann die Pferdesteuer bereits im Ansatz bekämpft werden. Thomas Ungruhe: „Wichtig ist die sachliche Auseinandersetzung mit den Entscheidungsträgern. Dabei kann die Zusammenarbeit mit Verbündeten wie dem Bauernverband oder dem Bund der Steuerzahler sehr hilfreich sein.“ Ungruhe warnt vor Schnellschüssen in der örtlichen Presse. „Wenn sich Politiker oder Beamte angegriffen fühlen, ist die Türe für weitere Gespräche schnell geschlossen.“ (fn-press/hen) |
|
Internationales Springturnier und Weltcup Dressur- und Fahrturnier (CSI***/CDI-W/CAI-W) vom 25. bis 27. November in Stockholm/SWE
CSI3*: Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) mit Cazaro und Rarität CDI-W: Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Responsible OLD; Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum nicht FRH CAI-W: Rainer Duen (Friesoythe) mit Cord, Larino, Gismo, Revue und Rolex.
Weitere Informationen unter: E-Mail mats.eriksson@ridsport.se Internet http://www.stockholmhorseshow.com/ |
|
DKB-Bundeschampionate 2011: Vier- bis sechsjährige Fahrpferde – Sir Lausitz verteidigt seinen Titel
Der fünfjährige Hengst DSP Sir Lausitz ist im Finale der Fahrpferde seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat seinen Bundeschampionats-Titel erfolgreich verteidigt. „Es ist eine Wohltat, diese Pferd zu fahren“, schwärmte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger (Rechtmehring) nach dem Fremdfahrertest und auch die Richter Wilfried Gehrmann und Elimar Thunert sprachen von einer „Sternstunde“. Vize-Bundeschampion der vier- bis sechsjährigen Fahrpferde wurde der vierjährige Rheinländer Wallach Famico, vorgestellt von Heinz Künstler (Grefrath). Platz drei ging an den sechsjährigen Hessen-Wallach Dirigent mit Dieter Lauterbach (Dillenburg) an den Leinen.
Sir Lausitz, Deutsches Sportpferd von Samba Ole – Donnerschwee (Züchter: Zuchtgemeinschaft Volkmar und Heike Schadock, Heideblick) ist im Besitz des Haupt- und Landgestüts Neustadt-Dosse und wurde von Karl-Heinz Finkler (Gardelegen) vorgestellt. Der dunkelbraune Hengst hatte bereits die Finalqualifikation mit 9,0 gewonnen und musste im Finale als zweitletzter Starter in das Viereck. „Wir haben keine Schwachpunkte in dieser Aufgabe gesehen, alles war mehr als positiv“, lobte Richter Gehrmann. Fremdfahrer Geiger sagte, dass er selten ein Pferd gefahren sei, dass so weich und gleichmäßig in der Anlehnung sei. 9,5 gab es von den Richtern und 9,5 gab es auch vom Fremdfahrer. Da die Richternote doppelt gewertet wird, siegte Sir Lausitz mit 28,5 Punkten. „Man fährt mit einem Bundeschampion natürlich schon mit mehr Druck wieder nach Warendorf als mit einem Vierjährigen“, sagte Finkler nach der Vorstellung. Aber Pferd und Fahrer hielten dem Druck stand und Finkler nahm sichtlich gerührt die Glückwünsche entgegen.
Gleich als erster Starter hatte der vierjährige Famico v. Fürst Grandios – Weltmeyer mit seinem Züchter und Besitzer Heinz Künstler an den Leinen bereits eine 9,0 vom Richterteam bekommen. „Das war in vielen Teilen vorbildlich“, lobten die Richter. Sie hoben die korrekte Stellung und Biegung hervor und das Leinen aus der Hand kauen lassen. Fremdfahrer Geiger hätte sich lediglich mehr Leistungsbereitschaft und Eigendynamik vom Pferd gewünscht. Er gab eine 8,9 (Gesamtpunkte 26,9). Von den zehn Pferden im Finale stellte Heinz Künstler gleich drei vor und zwei hatte er auch selbst gezogen. Mit mehreren Helfern gelang der Wechsel von Pferden und Kutschen aber problemlos. Mit Andiamo belegte er Platz acht (23,10) und mit Feivel Platz zehn (22,00).
Nach Platz drei im ersten Jahr und Platz vier 2010 war es in diesem Jahr wieder Platz drei für den sechsjährigen Hessen Wallach Dirigent v. von Dartagnan – Carol (Züchter und Besitzer: Heinz Günter Reber, Eppstein). Mit dem international erfolgreichen Einspännerfahrer Dieter Lauterbach an den Leinen präsentierte sich der Fuchs sehr losgelassen und zufrieden. „Ein Pferd, das in seiner Ausbildung schon weit gefördert ist“, so die Richter. Sie bemängelten wie auch Fremdfahrer Geiger, dass er stellenweise etwas „eng“ wurde. Mehr natürliche Aufrichtung und Selbsthaltung wünschten sie sich. Das sah Lauterbach auch so: „Ich bin insgesamt zufrieden, aber da haben die Richter schon Recht, er hätte sich selbst noch mehr tragen können.“ Dirigent bekam von den Richtern die Wertnote 8,7 und vom Fremdfahrer eine 8,8, somit kam er auf ein Gesamtergebnis von 26,20 Punkten.
Von 14 Pferden in der Qualifikation hatten sich zehn für das Finale empfohlen. Auf Platz vier landete die Bronzemedaillengewinnerin des vergangenen Jahres Tropical Girl. Die fünfjährige Brandenburger Stute, ein Deutsches Sportpferd von Samba Hit I – Frühlingsbote, ist wie der neue Bundeschampion im Besitz des Haupt- und Landgestüts Neustadt-Dosse und stammt auch aus dessen Zucht. Vorgestellt wurde sie ebenfalls von Karl-Heinz Finkler. Platz fünf ging an den westfälischen Landbeschäler Flores Dream v. Florestan I – Donnerschwee (Züchter Zuchtgemeinschaft Robert und Petra Knott, Vohburg) mit Christian Koller aus Warendorf an den Leinen.
Erstmalig waren nicht nur vier- und fünfjährige, sondern auch sechsjährige Pferde zugelassen. Sechs Sechsjährige nutzten diese Chance und starteten in der Qualifikation in Warendorf, fünf schafften es ins Finale. (fn-press/evw) |
|
Europameisterschaft der Vierspänner, Internationales Pony-Vierspänner Turnier und Internationales Vielseitigkeitsturnier (CH-EU-A4/CAIP-A4/CIC***) vom 1. bis 4. September in Breda/NED
Mannschaft Gold: Niederlande; 284,02 Silber: Ungarn; 309,88 Bronze: Deutschland; 311,95 (Michael Brauchle (Lauchheim)/Georg von Stein (Modautal)/Christoph Sandmann (Lähden)
Einzelwertung Gold: Ysbrand Chardon (NED); 137,72 (Dressur 35,71/Gelände 99,01/Hindernisfahren 3,00) Silber: Jozsef Dobrovitz (HUN); 152,49 (44,80/107,69/0) Bronze: Koos de Ronde (NED); 152,70 (52,10/99,50/1,10) 4. Christoph Sandmann (Lähden); 153,98 (46,21/107,72/0,05) ... 7. Georg von Stein (Modautal); 161,52 (50,69/110,83/0) .. 10. Rainer Duen (Friesoythe); 163,77 (54,78/108,99/0) .. 12. Christian Plücker (Waldeck); 170,58 (52,22/112,24/6,12) 13. Michael Brauchle (Lauchheim); 174,33 (63,87/107,28/3,18) ... 17. Ludwig Weinmayr (Fischbachau); 178,82 (61,31/110,91/6,60)
Kombinierte Wertung Pony-Vierspänner 1. Aart van de Kamp jr. (NED); 151,73 (Dressur 65,49/Gelände 86,24/Hindernisfahren 0) 2. Wilf Bowman-Ripley (GBR); 159,46 (56,32/100,14/3) 3. Steffen Brauchle (Lauchheim); 161,19 (49,49/105,70/6)
Weitere Informationen unter: E-Mail h2t@xs4all.nl Internet www.bredahippique.nl |
Aufgabenhefte 2012
„Blau, blau, blau sind alle meine – Aufgabenhefte“. Mit der Neuauflage der Aufgabenhefte Reiten, Fahren und Voltigieren, die am 1. Januar 2012 in Kraft treten, ändern die bisher gelben kleinen Ringbücher ihre Farbe. Und auch das Format wird jackentaschenfreundlicher. Es wird ein wenig kleiner und das Ringbuchmaterial etwas flexibler. Das war es aber auch schon mit den Äußerlichkeiten. Die wirklich wichtigen Änderungen stecken zwischen den blauen Buchdeckeln. Mehr als 50 Prozent der Aufgaben sind verändert oder neu.
Neue Aufgaben zu erstellen ist aufwändig. Bereits im Oktober 2009 nahm die Überarbeitung ihren Anfang mit der Analyse der Aufgabenhefte: Was hat sich bewährt? Wo muss durch eine Anpassung in der Ausbildung von Reitern, Fahrern, Voltigierern und Pferden Einfluss genommen oder gar gegengesteuert werden? Es wurden Zielsetzungen formuliert, auf deren Basis die dafür eingerichteten Arbeitskreise mit Experten sich an die Überarbeitung machten. Die Ergebnisse wurden mit Reitern und Pferden ausprobiert, verschiedenen Zustimmungsgremien vorgestellt und passierten dann schließlich im Mai 2011 die FN-Tagungen. Damit sind die neuen Aufgabenhefte ein Werk vieler Fachleute: Ausbilder, Richter, Bundestrainer. Allein für Reiten war eine 14-köpfige Fachgruppe unter dem Vorsitz von Dr. Dieter Schüle im Einsatz, dazu zwei weitere Arbeitskreise für die „Vielseitigkeitsaufgaben“ und die Entwicklung der Standardparcours, in dem natürlich auch Parcoursbauer mitwirkten.
Aufgabenheft Fahren 2012 Das wesentliche Ziel war es, die Aufgaben kürzer und damit zuschauer- und veranstalterfreundlicher zu machen. Dafür wurden Wiederholungen gestrichen, die Hufschlagfiguren anspruchsvoller gestaltet und die Fahrt durchs Viereck von bisher zehn bis zwölf Minuten auf sechs bis acht Minuten verkürzt. Darüber hinaus wurde wie auch in den anderen Disziplinen bei den Fahraufgaben eine Einteilung in Ein- und Zwei-Sterne-Prüfungen eingeführt (A*, A**, M*, M**), die eine bessere Abstufung der Schwierigkeitsgrade erlaubt – vom Leichten zum Schweren. Ziel ist es, Fahrer und Fahrpferde besser von der Klasse A zur Klasse M hinzuführen. So wurden neue Übergangsaufgaben von der Klasse A zu M erarbeitet, die den Aufgabenniveaus A** und M* zugeordnet sind. Damit haben die Veranstalter mehr Möglichkeiten, entsprechend des Ausbildungsstandes der Gespanne Aufgaben auf unterschiedlichem Niveau anzubieten. Weitere Neuerungen betreffen Lektionen wie das Leinen aus der Hand kauen, womit überprüft werden soll, ob die Grundausbildung der Pferde stimmt, und das Rückwärtsrichten, das die Pferde auch beherrschen müssen, wenn sie auf öffentlichen Straßen und Wegen unterwegs sind. In der Klasse S wurden die Aufgaben lediglich ergänzt.
Das sind die wichtigsten Neuerungen: - In allen A-Aufgaben ist ab 2012 das Rückwärtsrichten und das Leinen-aus-der-Hand-kauen gefordert.
- In A** wird außerdem das Leinen-in-eine-Hand-nehmen (einhändige Fahren) in Volten oder Schlangenlinien verlangt.
- Die in Kegelparcours häufig anzutreffenden Mehrfachhindernisse (z.B. Stangen) wurden mit genauer Beschreibung und Maßen versehen und den einzelnen Klassen zugeordnet.
Das neue Aufgabenheft Reiten erscheint zu den DKB-Bundeschampionaten (31. August bis 4. September) und ist ab Anfang September beim FNverlag (Telefon 02581/6362-154 oder –254, Fax 02581/6362-212, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de, http://www.fnverlag.de/) erhältlich. Das 352 Seiten umfassende Ringbuch kostet ca. 16,80 Euro (mit Ordner). Wer den alten gelben Ordner behalten will, kann nur den neuen Inhalt für ca. 11,80 Euro bestellen.
Die neuen Aufgabenhefte Fahren und Voltigieren sind ab Mitte September beim FNverlag (http://www.fnverlag.de/) erhältlich. Das Aufgabenheft Fahren umfasst 128 Seiten und kostet ca. 13,80 Euro (mit Ordner) oder ca. 11,80 Euro (nur Inhalt). Das Aufgabenheft Voltigieren hat 192 Seiten und kostet (mit Ordner) ca.17,80 Euro bzw. 11,80 Euro (nur Inhalt).
Wichtiger Hinweis für Veranstalter: Die Veranstalter müssen sich für die Turniersaison 2012 unbedingt mit den neuen Aufgabenheften auseinandersetzen, bevor sie die Aufgaben ausschreiben. Viele Aufgaben haben neue Nummern und neue Anforderungsprofile. (fn-press/Bo/Hb) |
|
Erich Oese wird 85
Am 3. September feiert Erich Oese in Berlin seinen 85. Geburtstag. Der aus Radeberg stammende Sohn einer Gastwirtsfamilie fand in früher Jugend über Moritzburg die Liebe zu den Pferden, zum Reiten und vor allem zum Fahren. Bereits mit 19 Jahren schrieb er das erste Manuskript als Anleitung zum Fahren. Es kamen noch viele Schriften aus seiner Feder. Seine Handschrift trugen fast alle Merkblätter und die Leistungsprüfungsordnung (LPO), die in der DDR erschienen. Von den sieben herausgebrachten Büchern sind einige Standardwerke (vergleichbar mit den Richtlinien für Reiten und Fahren) geworden, die teilweise als Nachauflage im FNverlag erschienen. Nach dem Dolmetscher-Examen und Lehrerstudium ließ sich Erich Oese „selbst einspannen“. Er gründete in Dresden einen Reitverein, wurde Vorsitzender des LFV Sachsen, war maßgeblich am Aufbau des Deutschen Pferdesportverbandes der DDR beteiligt, seit 1951 Mitglied im Präsidium und bis zur Auflösung Geschäftsführer. Besonders dem Fahren hatte er sich gewidmet. Bis zum 70. Lebensjahr reiste er als offizieller internationaler Richter in dieser Disziplin zu Europa- und Weltmeisterschaften sowie mehrfach zum CHIO nach Aachen. Über den Erfolg seines Enkels Eric Oese bei den DM Voltigieren hat er sich besonders gefreut. „Bleibt doch der Pferdesport in der Familie“, sagt Erich Oese. (fn-press/H.-J. Begall) |
Bayerische Meisterschaften und Qualifikation Nürnberger Burgpokal
Vom 02. bis 04. September 2011 finden in Heroldsbach die Bayerischen Meisterschaften der Einspänner Ponys und Pferde sowie die Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal der bayerischen Junioren Fahren statt.
Die Zeiteinteilung kann hier im PDF-Format geladen werden. |
|
Europameisterschaft der Vierspänner, Internationales Pony-Vierspänner Turnier und Internationales Vielseitigkeitsturnier (CH-EU-A4/CAIP-A4/CIC) vom 1. bis 4. September in Breda/NED
CH-EU-A4: Michael Brauchle (Lauchheim) mit Ätna, Gambo, Rapa Nui, Shakira und Sunny Rainer Duen (Friesoythe) mit Cord, Darina, Gismo, Larino und Werra Christian Plücker (Waldeck) mit Boss, Lucky, Rascal, Vagabund und Wir Christoph Sandmann (Lähden) mit Gento, Haut Marnais, Joy, Scicco und Variant Georg von Stein (Modautal) mit Joy, Lando, Nautilus, Nico-T und Odin Ludwig Weinmayr (Fischbachau) mit Donazetti, Ducati, Jasper, Red-Run und Tibaldi
CAIP-A4: Steffen Brauchle (Lauchheim) mit Bongo, Cora, Dandilo, Mastro’s Princess, Monti und Nobel Man; Daniel Coenen (Geilenkirchen) mit Cherie, Cliff, Dodi, Frankenbach Reamon, Mike und Valtra
Weitere Informationen unter: E-Mail h2t@xs4all.nl Internet http://www.bredahippique.nl/ |
|
DKB-Bundeschampionate vom 31. August bis 4. September in Warendorf
Die Bundeschampionate haben sich seit 1994 fest und erfolgreich in Warendorf etabliert. Seit diesem Jahr hat das „Schaufenster der deutschen Pferdezucht” einen neuen Namen. Als DKB-Bundeschampionate führt die Veranstaltung ihren neuen Sponsor im Titel. Auch in diesem Jahr werden wieder 20 neue Bundeschampions bei den Reitpferden und Reitponys sowie in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Fahren gekürt. Die DKB-Bundeschampionate beginnen am Mittwoch gegen neun Uhr mit den Springpferden, die immer das größte Teilnehmerfeld der bis zu 1.000 Pferde und Ponys bilden. Etwa 35.000 Besucher werden auf dem Areal des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) erwartet, das zusammen mit dem örtlichen Reit- und Fahrverein Warendorf als Veranstalter einlädt.
Weitere Informationen unter www.DKB-Bundeschampionate.de |
|
WM Zweispänner Conty/FRA: Carola Diener ist Weltmeisterin, Deutsche Mannschaft gewinnt Silber
Die Sensation ist perfekt. Die 23-jährige Nachwuchsfahrerin Carola Diener (Lähden), die ihre erste Saison international fährt und im vergangenen Jahr noch Deutsche Jugendmeisterin war, ist Weltmeisterin der Zweispänner. Im französischen Conty behielt sie auch im Kegelfahren die Nerven und sicherte sich die Goldmedaille und zusätzlich noch dem deutschen Team die Silbermedaille.
Nach ihrem Sieg in der Dressur und Platz zwölf im Gelände behielt die Stallmeisterin von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann die Führung. Somit musste sie als letzte Starterin in den Kegelparcours. „Ich war total nervös, vor allen Dingen, weil ich vorher beim Abfahren so ziemlich alles umgekegelt habe“, sagte die neue Weltmeisterin überwältigt. „Aber als ich dann drin war, lief es plötzlich.“ Kein einziger Ball fiel und sie kam lediglich mit 1,94 Zeitfehlern ins Ziel. Da war der Jubel groß, denn das reichte für den Sieg mit insgesamt 125,78 Punkten. „Das ist sagenhaft, sie ist da ganz cool reingefahren“, sagte Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg) begeistert. Die Silbermedaille ging an den Franzosen Stephane Chouzenoux, der sich mit einer fehlerfreien Runde im Kegelparcours noch auf den zweiten Rang (129,06 Punkte) geschoben hatte. Der nach Dressur und Gelände auf Rang zwei liegende Niederländer Tom Engbers hatte drei Fehler im Hindernisfahren, rutschte einen Rang zurück und gewann Bronze (130,97).
In der Mannschaftswertung hatte nach der Dressur zuerst das deutsche Team mit Carola Diener, Sebastian Warneck (Nunsdorf) und Reinhard Burggraf (Geretsried) vorne gelegen. Nach dem Gelände führten dann die Niederländer. Im Kegelfahren wurde es dann zwar noch einmal spannend, aber es reichte nicht ganz für das deutsche Team. Reinhard Burggraf hatte mit 9,69 Punkten im Kegelparcours als erster Mannschaftsfahrer das Streichergebnis geliefert. Sebastian Warneck fuhr wie Diener fehlerfrei, bekam aber 1,47 Zeitfehler. Am Ende gewann die deutsche Mannschaft mit 264,9 Punkten Silber hinter den Weltmeistern aus den Niederlanden mit 261,6 Punkten. Bronze ging an Frankreich (271,4).
Durch seinen vierten Platz im Hindernisfahren schob sich Sebastian Warneck in der Einzelwertung noch auf den sechsten Platz vor (139,16). Warneck hatte mit seinem jungen Gespann in der Dressur Platz zwölf und im Gelände Platz 15 belegt. Für ihn war es seine fünfte WM in Folge und er komplettierte seinen Medaillensatz. Nach Mannschafts-Bronze 2009 und Mannschafts-Gold und Vize-Weltmeister 2007 kam jetzt noch die Mannschafts-Silbermedaille hinzu. Reinhard Burggraf, der bereits 2003 und 2005 bei der WM dabei war, beendete die Kombinierte Wertung auf Rang 17 (151,81).
Als deutsche Einzelfahrerin startete die 15-jährige Anna Sandmann (Lähden), die wie Trainingspartnerin Carola Diener, Pferde aus dem Vierspänner ihres Vaters in Conty fuhr. Sie beendete ihr WM-Debüt in dem 69-köpfigen internationalen Starterfeld auf Platz 18 (152,35). „Anna ist stark gefahren und sie ist schließlich erst 15“, war Meyer auch von der Leistung der Nachwuchsfahrerin begeistert. Sie hatte in der Dressur Platz acht belegt, im Gelände Platz 42 und im Kegelfahren Platz 31. |
|
DM Ponyfahrer Minden: Drei neue Deutsche Meister
Titel für Steffen Brauchle, Stephan Koch und Dennis Schneiders
Bei den Deutschen Meisterschaften der Ponyfahrer ging es heute im abschließenden Hindernisfahren um die Medaillen. Bei den Pony-Vierspännern wurde es zwischen Steffen Brauchle (Lauchheim) und Tobias Bücker (Emsdetten) noch richtig spannend und am Ende siegte Brauchle nur knapp. >>weiter lesen |
|
|