www.pferdundwagen.com 4/2025 Pferd & Wagen 57 Insgesamt gingen 87 Gespanne aus 12 Ländern in Kladruby nad Labem an den Start. Den Sieg in der Einzelwertung der Vierspänner trug einmal mehr Boyd Exell (Australien) mit einem noch wenig erfahrenen Team davon, gefolgt von Bram Chardon (Niederlande) und Jérôme Voutaz (Schweiz), der mit seinen flinken Freibergern auch das abschließende Kegelfahren für sich entscheiden konnte. Die Team-Wertung fuhren Bram Chardon, Koos de Ronde und Hans Heus für die Niederlande nach Hause. Deutschland belegte mit Anna Mareike Meier, Michael Brauchle und Georg von Stein Platz zwei vor Belgien mit Dries Degrieck und Tom Stokmans an den Leinen. Bei den Zweispännern setzte sich in der kombinierten 3*-Wertung der Österreicher Alexander Bösch gegen die Konkurrenz durch, in der 2*-Wertung hatte sein Landsmann Gottfried Gusenleitner die Nase vorn. Bei den Ponys siegte Lothar Zebisch für Österreich. Die Prüfungen der Einspänner gerieten fast durchweg zu einem Kwiatek-Festival. Einzig der Schweizer Stefan Ulrich durchkreuzte die Siegesserie der polnischen Erfolgsgeschwister, indem er den 3*-Wettbewerb gewann und damit Weronika Kwiatek auf Platz zwei verwies, nachdem sie die 2*-Prüfung vor ihrem Bruder Bartlomiej für sich entschieden hatte. Das Nationalgestüt selbst war mit zwei Vierspännern und drei Zweispännern aus Kladruber-Schimmeln und -Rappen gut vertreten und das heimische Publikum feierte die Auftritte der Lokalmatadoren frenetisch. Wer die Entwicklung des Gestüts in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgt hat, wird wahrgenommen haben, wie viel in Gebäude, Freiflächen und Infrastruktur investiert wurde. Heute präsentiert sich das altehrwürdige Hofgestüt Kladruby an der Elbe als einmaliges hippologisches Schmuckstück, das sowohl kulturell als auch sportlich Maßstäbe setzt. /Alexandra Lotz Michael Brauchle (oben) Anna Mareike Meier und Georg von Stein holten Silber für Deutschland. Links: Weronika Kwiatek (Polen) siegte bei den Einspännern in der kombinierten 2*-Prüfung und landete auf Platz zwei in der Kombi-3*-Prüfung hinter Stefan Ulrich (Schweiz).
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