PW_4_2025

SPORT 56 Pferd & Wagen 4/2025 www.pferdundwagen.com Mitte April fand im niederländischen Kronenberg das erste große Turnier der Outdoor-Saison statt. Am Nationenpreis auf der schönen Anlage gewann Boyd Exell vor Bram Chardon und dem Deutschen Christoph Sandmann. Das Aprilwetter war in Kronenberg Dauergast und so mussten sich alle mit Regen und Wind herumschlagen. Zum Glück hat die große Anlage genügend Fläche, sodass bei zu viel Matsch einfach ausgewichen werden konnte – abgesehen von den Marathonhindernissen. Doch auch da war der hin und wieder aufgeweichte Boden kein Problem. Die Dressuren fanden für die Vierspänner auf dem großen Grasviereck statt: Die Vorstellung von Boyd Exell gefiel den Richtern am besten, sie belohnten ihn mit 36,92 Punkten. Als Zweiten sahen die Offiziellen den Niederländer Ijsbrand Chardon (42,52). Das Podest dieser Teilprüfung komplettierte die Deutsche Anna Sandmann. Sie erhielt für ihre Vorstellung 44,45 Punkte. Der Marathon war für einen Saisonstart angenehm gebaut, dennoch mussCAIO Kronenberg 2025 Exell gewinnt nassen Saisonauftakt Dank ordentlichem Vorsprung aus der Dressur gewann Exell in der Gesamtwertung. ten die Gespanne Tempo und Geschicklichkeit in Einklang bringen. Dies gelang dem Belgier und Vize-Weltcupsieger Dries Degrieck am besten. Er und sein Gespann flogen regelrecht durch die Marathonhindernisse (88,09) und siegten ganz knapp vor Boyd Exell (88,46) und Koos de Ronde (90,81). Im Hindernisfahren erwartete die Fahrer dann ein kniffliger Parcours. Nur ein einziges Gespann blieb fehlerfrei und gewann auch diese Teilprüfung: Bram Chardon und sein Team zeigten wie’s geht. Am zweitbesten gelang dies Christoph Sandmann vor seiner Tochter Anna. Beide kamen ohne Ballabwurf durchs Ziel, jedoch mit ein wenig Zeitüberschreitung. In der Gesamtwertung blieb Boyd Exell unangetastet und gewann somit die diesjährige Austragung in Kronenberg, vor Bram Chardon und Christoph Sandmann. Bei den Nationen behielt das Team der Niederlande mit zehn Punkten die Nase vorn vor Deutschland und Belgien. /Nicole Basieux Vom 24. bis 27. April traf sich die internationale Fahrsportelite zum Saisonbeginn im Tschechischen Nationalgestüt. Zum runden Jubiläum des nach dem Gestütsgründer Kaiser Rudolf II. benannten Traditionsturniers war die Vierspänner-Konkurrenz neben der Worldcup-Qualifikation erstmals auch als Nationenpreis ausgeschrieben. Das engagierte GestütsTeam um Direktor Jirí Machek hatte in den Wochen vor dem Turnier die Fahrstrecken und Plätze bestens präpariert. Nach dem Vet-Check unter strahlendblauem Himmel, drohte jedoch ein nächtlicher Sturm mit Temperatursturz und Dauerregen am Freitag das Turnier zu erschweren. So geriet die Dressur der Ein- und der Vierspänner zu einer Art Wasserballett und kaum einem Gespann gelang es, Bestleistungen abzuliefern. Als die Wolken endlich weitergezogen waren, konnten sich die Aktiven und die Zuschauer am Marathon-Tag und zum abschließenden Kegelfahren am Sonntag jedoch wieder über viel Sonnenschein freuen. Kladruby nad Labem Silber für Deutschland beim „Rudolf Cup“ in Kladruby

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