www.pferdundwagen.com 4/2025 Pferd & Wagen 55 Vor der beeindruckenden Kulisse von Windsor Castle haben die Vierspänner einen Nationenpreis ausgetragen. Der Australier Boyd Exell ließ erneut nichts anbrennen, gewann das Turnier, musste sich jedoch in zwei Teilprüfungen geschlagen geben. Das deutsche Team kam auf Platz zwei und musste nur den Belgiern den Vortritt lassen. Die Niederländer kamen diesmal auf den dritten Rang. In der Dressur fuhr der Australier Boyd Exell Bestnoten ein (31,53) – vor Chester Weber (35,06) und Anna Mareike Meier (38,39). Der Marathon bestand aus sieben bestens konzipierten und schön geschmückten Hindernissen. Während einer ausgiebigen Phase A durften die Gespanne auf einer sechs Kilometer langen vorgegebenen Route ihre Pferde aufwärmen. Danach ging es vor zahlreichem Publikum und bei bestem Wetter in die Hindernisse, die den Vierspänner-Teams einiges an Koordination und Geschicklichkeit abverlangten. Da der Boden eher hart war, konnte mit schnellen Zeiten gerechnet werden. Und schnell war einer ganz besonders: Der Schweizer Jérôme Voutaz mit seinen Freibergern lieferte einen makellosen Marathon. Im Wasserhindernis, das als Drittes zu durchfahren war, wie auch im Hindernis 6 behielt Voutaz die Bestzeit. Er beendete den Marathon ohne Ballabwurf mit 96,19 Punkten. Boyd Exell war ihm dicht auf den Fersen. Auch er hatte keinen Ballabwurf, blieb aber mit 97,71 Punkten hinter Voutaz. Dritter im Marathon wurde der Niederländer und Marathonspezialist Koos de Ronde ganz knapp vor den Belgiern Dries Degrieck und Glenn Geerts. Letzterer hatte mit 44,58 eine schöne Dressur gezeigt und konnte sich mit einem soliden Marathonergebnis auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung hieven. Dies versprach einen spannenden letzten Wettkampftag beim Hindernisfahren, und da war noch mal volle Konzentration von den Teams gefragt: Ein äußerst kniffliger Parcours mit einer eher knapp bemessenen Zeit verlangte den Fahrern und ihren Pferden alles ab. Am Ende schafften es lediglich fünf Gespanne in der erlaubten Zeit, doch keines von ihnen blieb fehlerfrei. Der Tscheche Radek Nesvacil belegte in dieser Teilprüfung den dritten Rang, mit einem Ballabwurf und wenig Zeitüberschreitung. Auf dem zweiten Rang beendete Boyd Exell das Hindernisfahren, ohne Zeitfehler, aber mit einem Ballabwurf, hinter Dries Degrieck, der ebenfalls einen Ball unten hatte, jedoch die bessere Zeit gefahren war. Ohne Ballabwurf fuhr Glenn Geerts den Parcours, musste sich aber ebenfalls Zeitstrafpunkte anrechnen lassen. Trotzdem verteidigte er damit seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung, hinter dem Sieger Boyd Exell und vor dem Dritten Dries Degrieck. In der Nationenwertung kam das deutsche Team mit Anna Mareike Meier, Rene Poensgen und Michael Brauchle mit 331,84 Punkten auf Platz zwei, vor dem Team aus den Niederlanden (332,72). Das Team aus Belgien sammelte nur 305,91 Strafpunkte und verdiente schließlich Platz 1. Beste Deutsche in der Einzelwertung wurde Anna Mareike Meier auf Rang sechs. Michael Brauchle belegte Platz zehn, Rene Poensgen beendete die kombinierte Wertung auf Platz 13. „Das war am Ende dann doch noch relativ knapp zwischen uns und den Niederländern, umso schöner, dass wir dann Platz zwei vor den Niederländern geholt haben“, freute sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. /Nicole Basieux/FN CAIO4* Windsor Castle 2025 Deutsches Team holte Platz 2 vor den Niederländern Das deutsche Team von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger mit Anna Mareike Meier, Rene Poensgen und Michael Brauchle fuhr mit 331,84 Punkten auf Platz zwei. SPORT
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