PW_4_2025

www.pferdundwagen.com 4/2025 Pferd & Wagen 27 Patricia zu. Mit der Hilfe ihrer Trainer, viel Ruhe, Geduld und liebevoller Konsequenz gelang es ihr, mit dem spritzigen Pony zusammenzuwachsen. Um die Bindung zu ihm zu fördern, arbeitet sie es nicht nur vom Bock, sondern auch vom Boden mit Führtraining. Mithilfe der Reitbeteiligungen kommt es so auf vier bis fünf Tage abwechslungsreiches Training. „Ich bin außerdem sehr froh, diesen Stall gefunden zu haben, denn die Pferde kommen jeden Tag raus, auch im Winter vier bis fünf Stunden, und haben ab dem Frühjahr bis zum Winter von morgens bis abends insgesamt sieben Hektar Weide zur Verfügung“, betont sie. Das Fahrtraining im Winter besteht vor allem aus Ausfahrten. Sobald der Platz des rund drei Kilometer entfernten Reit- und Fahrvereins Holdorf wieder befahrbar ist, fährt Patricia zum Dressurtraining dorthin – mit der Kutsche versteht sich. Die Strecke ist ein schöner Mix aus ruhigen Wegen und einem Stückchen „Busch“, vorbei an Höfen und über eine Bahntrasse. Für die Platzarbeit legt Patricia vor allem Wert auf lockeres Traben und Galoppieren, viele Übergänge, Dehnen und immer wieder Schrittpausen. Nach und nach entwickelt sie dabei Trabverstärkungen und Versammlung. Ganze Dressuraufgaben übt sie dagegen weniger. Für das Kegelfahren bringt sie manchmal ein paar Kegel zum Training mit, aus denen dann auch mal eines der Mehrfachhindernisse gebaut wird. Wo es sich ergibt, fährt sie auch mal in ruhigem Tempo durch ein Geländehindernis. „Auf dem Turnier wird er dann von alleine schnell“, lacht sie. Gentle-Man ist außerdem sehr auf Stimmhilfen trainiert. „Wir haben unsere festen Kommandos zum Beispiel für die Gangarten oder das Halten“, erklärt sie. Das ist auch für ihre Beifahrer sehr wichtig, die im Heck zum richtigen Zeitpunkt bremsen müssen. „Aber auch für die positive Verstärkung setze ich die Stimme viel ein“, so die Fahrerin. „Das Pony freut sich dann auch.“ „Für mich ist ohnehin entscheidend, dass das, was wir tun, dem Pferd wohltut. Wenn wir in den Stall kommen und Gentle dort steht und fragt, „Was machen wir heute?“, ist es sehr schön zu merken, dass er einfach Lust hat, mit uns zusammenzuarbeiten oder was zu unternehmen“, unterstreicht sie. ■ Zusammen sind sie einfach nur stark! Der Fahrsport macht Inklusion möglich, wie kaum ein anderer Sport. Fotos: Louisa Beckmann

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