www.pferdundwagen.com 4/2025 Pferd & Wagen 19 Oben: Das Zulegen wird aus dem geregeltem Gebrauchstrab heraus erarbeitet: In ungezwungener Anlehnung das Pferd über feine Hilfen dazu animieren, mit mehr Raumgriff mehr Boden zu machen, ohne dabei zu übereilen, ist das Ziel. Das erfordert ein fein dosiertes und aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel der Hilfen aus Treiben und Abfangen. Mitte: Galopparbeit ist ein Schlüssel zu mehr Schwung und Schub aus der Hinterhand. Denn um das Bein bei der Einbeinstütze in schonender Weise nur für einen kurzen Moment zu beanspruchen, nimmt das Pferd ordentlich Schwung. Unten: Die Galopparbeit hat etwas gebracht: Das Pferd fußt deutlich energischer mit der Hinterhand ab und entwickelt dadurch mehr Schub, die Anlehnung hat sich verbessert. Die aktive Hinterhand ist das Fundament für Schub und Schwung. Mit fein abgestimmten, treibenden Hilfen und einer nachgebenden Hand wird das Pferd zur Rahmenerweiterung und größerem Raumgriff angeregt – zunächst nur in leichter Trabverstärkung. Das Ziel hierbei ist nicht Tempo, sondern eine kraftvollere Bewegung aus der Hinterhand. Tipp: Treibende Hilfen dienen dabei ausschließlich der Erhaltung der Aktivität. Lässt diese nach, werden sie dosiert erneut eingesetzt. So entsteht Schwung als Reaktion auf eine gezielte Hilfe – nicht als Automatismus. Nach einigen Wochen sollte sich ein tragfähiger, schwungvoller Trab entwickeln, bei dem die Hinterhufe leicht über die Spur der Vorderhufe fußen. Dabei gilt: Eile ist der Feind des Schwungs. Ein zu schneller Trab verkürzt die Schwebephase – der Schwung geht verloren.
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