www.pferdundwagen.com 4/2025 Pferd & Wagen 17 2 Runden Trab 2 Runden Trab 2 Runden Trab 1 Runde Schritt 1 Runde Schritt Aufbau der Trainingseinheiten 1 Einheit rechte Hand Handwechsel nach jeder Einheit 1 Einheit linke Hand ► = 1 Einheit Rumpf- und Rückentraining auf einer relativ engen Volte die Extremitäten des Pferdes stark beansprucht werden, sollten nicht mehr als zwei Einheiten (siehe Grafik oben) auf jeder Hand zwei- bis dreimal pro Woche ins Training integriert werden. Wichtig ist, dass die Muskulatur nach jedem Trainingstag etwa 48 Stunden Zeit zur Regeneration und zum Muskelaufbau bekommt. Hinweise für das Training Stellung und Biegung des Pferdes dürfen niemals erzwungen werden (kein Ziehen an der Longe). Sanfte Impulse an der Longe reichen aus, um die Stellung zu fördern, alles Weitere ergibt sich durch die Arbeit auf der Quadratvolte. Wird versucht, die Stellung zu erzwingen, kann sich das Pferd verspannen, was den Muskelaufbau und die Bewegungsqualität negativ beeinflusst. So hilft man sich bei Problemen Das Pferd verwirft sich im Genick: Zunächst im Schritt weiterarbeiten, um die Entspannung zu fördern. Nimmt es die Nase sehr tief oder stolpert, deutet das auf Überforderung hin: Das Training sollte beendet werden, die Muskeln sollten sich regenerieren können (48 Stunden). Verlust der Hinterhandaktivität: Die Muskulatur ist erschöpft. In diesem Fall ist es ebenfalls ratsam, das Training zu unterbrechen, damit sich die Muskulatur ausreichend regenerieren kann. Die Ausrüstung Benötigt werden acht Dual-Gassen-Elemente – vier gelbe und vier blaue (Blau und Gelb stehen für Pferde in einem starken Kontrast zueinander und werden deshalb im Wechsel gelegt sehr intensiv wahrgenommen, was wiederum die Aufmerksamkeit beim Training fördert). Für das Pferd eignet sich der Kappzaum besser als eine Trense, um es nicht im Maul zu stören. Zudem kann bei Verwenden eines Kappzaums der Handwechsel schneller und unkompliziert durchgeführt werden. Weiterhin kommen eine kurze Longe (4,5 bis 6 m) und eine Bogenpeitsche für das Training zum Einsatz. Fazit Das Training auf der Quadratvolte nach der EquikineticMethode von Michael Geitner ist eine sehr effektive Methode zur gezielten Stärkung der Rumpf- und Rückenmuskulatur von Pferden. Durch die gleichmäßige Biegung auf beiden Seiten wird die Muskulatur ausgeglichen, die Balance verbessert und die Bewegungskoordination gefördert. Wichtig ist, das Training langsam und regelmäßig durchzuführen, auf die Signale des Pferdes zu achten und eine Überforderung zu vermeiden. Mit einer strukturierten Trainingsphase und der richtigen Ausrüstung kann die Methode dazu beitragen, muskuläre Dysbalancen auszugleichen, die Haltung zu verbessern und die allgemeine Bewegungsqualität des Pferdes nachhaltig zu steigern. ■ Das Training auf der Quadratvolte eignet sich besonders gut dazu, der natürlichen Schiefe des Pferdes entgegenzuwirken. Gerade jungen oder gänzlich untrainierten Pferden, die bislang nicht so gut durch die Wendung gingen, ist so eine Trainingskur über drei bis vier Wochen besonders zu empfehlen. Noch besser wäre es, dieses Training als festen Bestandteil in den Wochentrainingsplan einfließen zu lassen.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxOTE2Ng==