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Christoph Sandmann hat seinen Meistertitel bei dem Turnier auf seiner Anlage in Lähden verteidigt und zum fünften Mal Gold bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner geholt. Mit einer sauberen Runde durch den Kegelparcours gewann er souverän mit 157,32 Punkten – dabei hätte er sich sogar zwei Bälle erlauben können. Christian Plücker (Waldeck) blieb ebenfalls fehlerfrei und sicherte sich die Silbermedaille (164,41 Punkte). Bronze ging an Ludwig Weinmayr (Fischbachau/171,94). Bei den Pony-Vierspännern ist Steffen Brauchle aus Lauchheim mit 148,12 Punkten Deutscher Meister geworden. Nach Dressur und Gelände führte noch Daniel Schneiders (Petershagen), der nach einem Fehler im Kegelparcours aber auf Rang zwei (148,60)  abrutschte. Bronze ging an Abel Unmüßig (Hinterzarten/154,83) mit seinen Haflingern.

Die nationalen Titelkämpfe fanden im Rahmen einer internationalen Prüfung statt und Christoph Sandmann hatte nach Platz drei in der Dressur und Platz zwölf im Gelände bereits mit mehr als sechs Punkten als bester Deutscher vor Plücker geführt. Christian Plücker freute sich über seine erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften. „Das ist super, zum ersten Mal hat alles gepasst, sonst konnte ich auf den Deutschen Meisterschaften verletzungsbedingt nie die Pferde fahren, die ich auch fahren wollte." Hinzu kam, dass in diesem Jahr Plücker selbst durch eine Verletzung an der Hand mehrere Monate ausgefallen und erst vor drei Wochen in Riesenbeck sein erstes Turnier gefahren war.

Nach Dressur und Gelände lag Georg von Stein (Modautal) auf Platz drei. Er kam im Kegelparcours aber auf 9,66 Fehler und rutschte vom Bronze-Rang auf Platz vier (177,75) ab. „Es lief einfach nicht, die Pferde haben sich gegenseitig weggedrückt und ich bin nicht zum Fahren gekommen", so seine Analyse nachher. Dafür freute sich Ludwig Weinmayr, der bis dahin auf Platz vier gelegen hatte. „Ich war so oft Vierter in den letzten Jahren, ich dachte, das wird wieder so", sagte er. Platz fünf ging an den Bronzemedaillengewinner von 2009 Max Dangel aus Vechta (179,82), Platz sechs an Rainer Duen aus Friesoythe (180,51) und Platz sieben an Dirk Gerkens aus Paderborn (188,78). Die kombinierte Wertung gewann der Niederländer Ysbrand Chardon (133,59) vor dem Australier Boyd Exell (134,50) und seinem Landsmann Koos de Ronde (148,31). Christoph Sandmann kam auf Platz sechs, Christian Plücker auf Platz sieben der internationalen Wertung.

Die Mannschaftswertung um den Länderpokal gewann das Team Weser-Ems mit Christoph Sandmann, Rainer Duen und Titus de Wolff (Filsum) vor dem Team aus Hessen mit Christian Plücker, Georg von Stein und Sascha Utz (Modautal). Platz drei ging an die Bayern mit Ludwig Weinmayr und Josef Zeitler (Starnberg).

Auch der Deutsche Meister der Pony-Vierspänner freute sich über seinen ersten Titel: „Es hat endlich mal geklappt, dreimal Vize-Meister und jetzt endlich mal Deutscher Meister", sagte der 22-jährige Mannschaftsweltmeister und WM-Silbermedaillengewinner. Steffen Brauchle musste nach Platz sechs in der Dressur und Platz zwei im Gelände als zweitletzter in den Hindernisparcours. Er blieb fehlerfrei und in der erlaubten Zeit. Nach ihm kam nur noch der bis dahin führende Daniel Schneiders, der die Dressur gewonnen und im Gelände Platz sechs belegt hatte. Schneiders ist amtierender Weltmeister der Pony-Zweispänner und fährt seine erste Saison vierspännig. Bei ihm fiel allerdings ein Ball im Kegelparcours und er gewann statt Gold Silber. „Das ist schon überraschend, dass Daniel Schneiders in seiner ersten Saison so vorne mitfährt", sagte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim). Über seine Bronzemedaille freute sich auch Abel Unmüßig. Der Bäckermeister aus dem Schwarzwald fügte seiner Medaillensammlung von Deutschen Meisterschaften zu zwei Gold-, zwei Silber- nun die fünfte Bronzemedaille hinzu.

Platz vier in der Meisterschaft, beziehungsweise Platz fünf im internationalen Vergleich, belegte Doppel-Weltmeister Tobias Bücker aus Emsdetten mit 156,69 Punkten. Er fuhr ein junges Pferd vorne und hatte noch ein anderes Pferd vom Vereinskollegen und Pony-Zweispännerfahrer Dieter Baackmann (Emsdetten) ausgeliehen. „So ein junges Pferd muss eben auch mal eingesetzt werden, selbst wenn es die Deutschen Meisterschaften sind. Und dafür, dass er praktisch mit zwei neuen Pferden gefahren ist, war das ganz ordentlich", sagte Meier. Platz fünf ging an Thomas Köppen (Dreieich/159,59) mit seinen Norwegern vor Dieter Höfs (Weil der Stadt/161,56) auf Platz sechs. Titelverteidiger Martin Thiemann aus Saerbeck landete am Ende auf Platz 14 (171,56) der Meisterschaftswertung. Nach Platz 15 in der Dressur und Platz 12 im Gelände blieb er im Kegelfahren fehlerfrei. „Wenigstens das hat geklappt", sagte Thiemann. Er hatte im vergangenen Jahr seine „Stangenpferde", die hinteren Pferde des Gespanns, in den Ruhestand verabschiedet und baut sich ein neues Gespann auf. „Da hat man schon noch Abstimmungsprobleme mit den Pferden, anders als wenn man mit denen fährt, auf die man sich 15 Jahre lang verlassen konnte", erklärte er.

Die Mannschaftswertung bei den Pony-Vierspännern um den Länderpokal gewann das Team aus Baden-Württemberg mit Steffen Brauchle, Dieter Höfs und Abel Unmüßig (294,42) vor der Mannschaft aus Weser Ems mit Daniel Schneiders und Karl-Heinz Wanstrath aus Alfhausen (313,97). Platz drei ging an das Team aus Westfalen mit Tobias Bücker und Martin Thiemann (328,25).

Neben den Kombinierten Wertungen für die Vierspänner, gab es auch eine internationale Prüfung für Zweispänner. Hier gewann der Niederländer Tom Engbers vor der für Argentinien startenden Amely Baronin von Buchholtz. Sascha Jäger aus Biblis kam auf Platz drei. Die 16-jährige Nachwuchsfahrerin Anna Sandmann, Tochter von Christoph Sandmann, fuhr auf der eigenen Anlage auf Platz acht. Die Kombinierte Wertung der Pony-Zweispänner gewann der vor einer Woche frisch gekürte Deutsche Meister Dieter Baackmann aus Emsdetten. Er siegte vor Lokalmatadorin Carola Diener aus Lähden, die vor heimischem Publikum die Geländefahrt gewonnen hatte. Tim Dallmann (Blankensee) kam auf Platz drei. (fn-press/evw)

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