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Bei der neunten Auflage der Moritzburger Championatstage ist die Schwere Warmblutstute Anny, gefahren von Dietmar Bauer (Zwönitz), die erste Bundeschampionesse in diesem Jahr geworden. Der Sieger des Championats des Fahrponys, heißt Carino S, ein Deutsches Reitpony (Weser-Ems), gefahren von Sandra Schäfer (Nordwalde).

Um den Titel des Bundeschampions 2010 bei den Schweren Warmblütern und des Fahrponychampions wetteiferten vor der historischen Kulisse des sächsischen Landgestüts Moritzburg die besten deutschen Nachwuchsfahrpferde. Zur neunten Auflage dieses Fahrsport-Highlights waren 22 Schwere Warmblüter und 15 Fahrponys zum Wettbewerb angetreten. Seit dem vergangenen Jahr sind nicht nur Deutsche Reitponys, sondern auch alle anderen Pony-Rassen wie beispielsweise Welsh, Haflinger oder Fjordpferde zugelassen.

Das pferdesportbegeisterte und fachkundige Publikum aus ganz Deutschland erlebte ein spannendes Finale. Bei den Schweren Warmblütern konnte sich die Rappstute Anny v. Lopez – Lordano dank ihres Ausbildungsstandes und gezeigten Leistungsvermögens als Siegerin durchsetzen. Anny stammt aus der Zucht von Siegfried Dietze (Rossau) und befindet sich auch in seinem Besitz. Während die Richter Wilfried Gehrmann (Warendorf) und Lothar Winkler (Zwickau) die neue Championesse für Takt, Losgelassenheit und Anlehnung mit 8,30 Punkten bedachten, vergab Fremdfahrer Eckardt Meyer (Hermannsburg) die Note 8,60. Der deutsche Bundestrainer Fahren lobte vor allem die Taktsicherheit dieser „ausdrucksstarken Stute“.

Der zweite Platz ging an Epikur v. Epomeo – Centimo aus der Zucht von Herbert Mock (Gerbershausen). Der fünfjährige dunkelbraune Hengst aus dem Besitz des Landgestüts Moritzburg wurde durch Dirk Hofmann (Radeburg) bestens, und gut gefahren, in Szene gesetzt. Mit dem Kritikpunkt bezogen auf die Selbsthaltung kam das Richterkollegium auf ein Endergebnis von 16,60 Punkten (Richter 8,20/Fremdfahrer 8,40). Dritte wurde Britta v. Valerius – Eckhard. Die vierjährige braune Stute stellte sich als ein ausdrucksstarkes Pferd vor, bei dem es allein an Losgelassenheit etwas mangelte. An sie wurden 16 Punkte (8,00/8,00) vergeben. Britta stammt aus der Zucht von Werner Rabe (Deuna) und befindet sich auch in seinem Besitz. Sie wurde durch Marlen Fallak (Mülverstedt) an den Leinen präsentiert.

Neuer Fahrponychampion der angetretenen Pony-Rassen wurde der vierjährige Carino S v. Cyriac WE  – Comeback mit 17,50 Punkten (8,50/9,00). Der braune Weser-Ems-Wallach wurde von Rolf Schoof (Bassum) gezogen und befindet sich im Besitz der Fahrerin Sandra Schäfer. „Ohne Frage ein gut ausgebildetes Fahrpony und perspektivisch auf dem richtigen Weg in den Fahrsport“, war das Urteil der Juroren.

Vize-Fahrponychampion wurde die Haflingerstute Julischka v. Neckar – Stator. Sie stammt aus der Zucht der AG Marienberg e.G. (Marienberg) und befindet sich im Besitz von Wilfried Keutel (Bad Kösen). Vorgestellt wurde die fünfjährige Julischka durch Marlen Fallak. Das Pony überzeugte vor allem durch seine korrekte und solide Grundausbildung sowie seine natürliche Selbsthaltung. Als Schwachpunkt wurde die Trabmechanik gesehen. Als Bewertungsurteil vergaben die Juroren für die Fuchsstute 16,80 Punkte (8,30/8,50).

Dritter wurde mit Nobilis v. Nerath II – Golosny ein Lewitzer Fuchsschecke. Der fünfjährige Hengst wurde von Bettina Winkler (Greiz) vorgeführt. Nobilis befindet sich im Besitz von Wilfried Forst (Nordhausen). Der schicke Schecke erzielte ein Ergebnis von 15,30 Punkten (7,30/8,00). „Der sichere Schritt, der Raumgriff, die gute Trabmechanik“ wurde durch das Richterkollegium lobend hervorgehoben. Abstriche wurden im Bezug auf die Selbsthaltung gemacht. (fn-press/ Dr. Jürgen Schwarzl)

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