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Vereinsvorsitzender Günter Ortner, er schmückt sich gerne mit Schönheiten. X |
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Bürgermeister Steigenberger mit seinen flotten Haflingern. X |
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Patrizia Kaiser-Knoll, immer ein „Hingucker“. X |
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Christian Mettler aus der Schweiz, auf allen großen Traditionswettbewerben vorne dabei. X |
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| Schlußaufstellung. | |
Die stetige Weiterentwicklung des Traditionsfahrsports in Deutschland und anderen Ländern (vornehmlich Frankreich) hat letztlich dazu geführt, mittels eines weltweit anerkannten Reglements für eine Vergleichbarkeit der gezeigten Schönheit und sportlichen Leistung zu sorgen.
Es war für den veranstaltenden Verein eine Herausforderung, seinen Traditionswettbewerb im internationalen Vergleich zu präsentieren und erstmals in Deutschland einen CIAT (Concours International d`Attelage de Tradition) Wettbewerb nach dem internationalen Reglement der AIAT (Assoziation Internationale d`Attelage de Tradition) zu veranstalten. Exakte Vorbereitung und noch viel mehr die Durchführung eines Wettbewerbs dieser Art erfordert viel Vorarbeit und gut durchdachtes Zeit-Management. Dies wäre nicht möglich gewesen, hätte nicht eine große Schar von Helfern (ausnahmslos aktive Gespannfahrer) ihren Beitrag geleistet, die Veranstaltung zu einer organisatorischen Meisterleistung zu machen. Sie und die Pferde waren die eigentlichen Akteure dieses Tages.
Der Wetterbericht versprach für das Veranstaltungswochenende hochsommerliche Temperaturen. So war es auch. Die Teilnehmer reisten bereits am Freitag bei schönstem Wetter an und fanden für ihre Pferde und Kutschen vorzügliche Unterkunft im Vollblutgestüt Unterholz bei Bernried.
Den Abend vor der eigentlichen Veranstaltung erlebten Teilnehmer und Veranstalter gemeinsam im Hotel „Seeblick“ und besprachen den Ablauf der Veranstaltung. Spritzige und launige Reden der beiden Gastgeber, Bürgermeister Steigenberger und Vereinsvorsitzender Ortner ließen gute Stimmung aufkommen. Höhepunkt des Abends war der Besuch von Antoinette Baronin de Langlade (Ehefrau des AIAT Präsidenten Christian Baron de Langlade) aus Cuts in Frankreich, die ob ihrer netten und vornehmen Umgangsart gleich mit den Teilnehmern gut Freund wurde.
Der eigentliche Veranstaltungstag begann um 9:00 Uhr mit der Gespannkontrolle durch die Richter Toni Bauer, Reiner Wannenwetsch und Reinhold Trapp (Frankreich) im Klosterhof. Die Art der Gespannkontrolle wurde von den Teilnehmer sehr angenehm empfunden, da sie auch meist gleich erfuhren, was an ihrem Gespann gut oder evtl. noch zu verbessern wäre. Im Anschluss präsentierte Frau Anette Mezger in fachlich und rhetorisch perfekter Form die einzelnen Gespanne. Nicht nur, dass sie die Gespanne gut vorzustellen verstand, nein, sie ließ auch hin und wieder Fahrer, Beifahrer oder Gäste zu Wort kommen und brachte damit so richtig Farbe ins Geschehen.
Wie es sich für einen Ehrengast gehört, war Antoinette Baronin de Langlade Gast in der Kutsche (Mylord aus dem ehemaligen Besitz der in Bernried früher ansässigen Wilhelmina Busch) des Bürgermeisters Steigenberger.
Die Strecke führte über 15 km entlang dem See durch den Schlosspark von Höhenried und weiter vorbei an kleinen Weihern und Hochmooren durch den Bernrieder Park zum Ziel am Teehaus, direkt am See. Fahrer, Beifahrer und Gäste konnten ihre Seele baumeln lassen, ob dieser bezaubernden Streckenführung. Vor dem Schloss Höhenried war ein Sektempfang vorbereitet; die dafür verbrauchte Zeit wurde exakt festgehalten und vergütet. Fünf Fahraufgaben machten die Strecke hin und wieder zu einer kleinen Herausforderung und bescherten dem einen oder anderen Strafpunkte. Nach einer gut bemessenen Mittagspause war bereits um 14:00 Uhr der Hindernisparcours (14 Hindernisse, davon ein Mehrfachhindernis) zur Besichtigung frei. Ab 15:00 Uhr ging es dann auf der „Klosterwiese“ so richtig zur Sache. Durch die längere Trockenperiode war der Platz sehr gut befahrbar.
24 Gespanne reihten sich zur Siegerehrung auf und boten ein beeindruckendes Bild. Der im Programm angekündigte Concours d`Elegance durch Bernried am Ende der Veranstaltung war sehr geschickt in die Pause der Fernsehübertragung des Fußball-Weltmeisterschaftspiels Deutschland-Argentinien gelegt, sodass die Bernrieder nochmals in den Genuss der herrlichen Bilder kamen.
Am Sonntag um 10:00 Uhr starteten von Gut Unterholz aus die Gespanne, die dort Quartier bezogen hatten, zusammen mit dem Bürgermeister-Gespann und einem Vierspänner aus dem Stall Ortner zu einer wunderschönen Rundfahrt mit Picknick an einem Weiher. Auch hier zeigten die Bernrieder Landfrauen, ebenso wie am Tag vorher, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, wie schon der Volksmund sagt.
Die Veranstaltung war auch von einigen Handicaps begleitet: 31 Gespanne waren genannt, teilnehmen konnten aber nur 24 wegen Erkrankung der Fahrers oder Pferde. Das hochsommerliche Wetter (bis zu 37 Grad) und die Übertragung des Fußballspieles waren wahrscheinlich „schuld“, dass weniger Zuschauer kamen als bei Veranstaltungen vorangegangener Jahre.
Antoinette Baronin de Langlade bedankte sich persönlich und auch schriftlich beim Bürgermeister von Bernried und dem Veranstalter für diesen ersten deutschen internationalen Wettbewerb, der ganz in ihrem Sinne organisiert und durchgeführt wurde. Besonders beeindruckend war für sie die von Ruhe und Schönheit geprägte Atmosphäre, die traumhafte Landschaft und die vielen netten Leute, von denen Sie drei Tage lang umgeben war. Danke an diese bezaubernde Frau für ihren Besuch.
Wolfgang Röthig
Die Ergebnisse
| Präsentation |
| Rang |
Name |
Punkte |
| 1 |
Günter Ortner (D) |
4,33 |
| 2 |
Werner Klein (D) |
5,33 |
| 3 |
Patrizia Kaiser-Knoll (D) |
5,92 |
| Gesamt 1-Spänner (Präsentation, Strecke, Hindernisfahren) |
| Rang |
Name |
Punkte |
| 1 |
Patrizia Kaiser-Knoll (D) |
10,92 |
| 2 |
Peter Kofler (D) |
23,33 |
| 3 |
Heiner Staub (CH) |
30,83 |