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Die Weltmeisterschaften der Einspänner finden vom 28. Juli bis 1. August in Pratoni del Vivaro in der Nähe von Rom in Italien statt. Dort starten rund 80 Fahrer aus 20 verschiedenen Nationen. Titelverteidiger ist das Team aus Frankreich, die Bronzemedaille hinter den Deutschen holten 2008 die Schweizer. Nach Dressur und Gelände hatte damals das deutsche Team noch geführt, doch im abschließenden Kegelfahren waren einfach zu viele Fehler zusammen gekommen. „Es ist immer einfacher von hinten das Feld aufzurollen, als als Führender in das Kegelfahren zu gehen“, erklärt Meyer. „Aber wir haben uns im Kegelfahren deutlich verbessert, die Pferde sind in diesem Jahr stärker und so haben wir gemeinsam das Ziel Gold“, ergänzt er.

Nach Italien fahren die amtierende Deutsche Meisterin Mareike Harm (24 Jahre) aus Negernbötel mit Do Marina, Thorsten Zarembowicz (31) aus Dreieich mit Sunrise, Dieter Lauterbach (45) aus Herborn mit Rheinprincess und Christoph Dieker (28) aus Gescher mit FST Elmor. Sein Debüt bei einer WM feiert Detlef Böhlmann (43) Hollenstedt, Deutscher Meister 2009, mit Diaz. Das Silberteam vor zwei Jahren ist somit mit Zarembowicz, Lauterbach und Dieker in Italien wieder dabei, allerdings zum Teil mit neuen Pferden. „Wer für die Mannschaft fährt und wer als Einzelfahrer, steht aber noch nicht endgültig fest,“ sagt Meyer.

Der Bundestrainer sieht in diesem Jahr außerdem auch Chancen auf eine Einzelmedaille. „Thorsten zum Beispiel ist ganz stark in der Dressur, aber auch alle anderen könnten ganz vorne mitfahren, aber die Pferde müssen fit bleiben und die Fahrer müssen die Nerven behalten.“ Thorsten Zarembowicz war bei der Deutschen Meisterschaft nach Dressur und Gelände als Führender ins Kegelfahren gestartet, hatte aber so viele Fehler, dass er auf Platz vier abrutschte. „Das war einfach nicht mein Turnier, schon in der Dressur und im Gelände gab es ein paar blöde Fehler. In den Jahren zuvor war immer die WM das schlechteste Turnier der Saison. Ich hoffe einfach, dass damit diese Serie diesmal anders läuft und die WM super wird“, sagte Zarembowicz und konnte so dem Pech bei der DM sogar noch was Gutes abgewinnen.

Besondere Anforderungen stellt der Veranstaltungsort an die Pferde. Ende Juli ist die heißeste Zeit in Italien und es kann Temperaturen von mehr als 40 Grad geben. „Die Hitze zur Zeit in Deutschland kommt uns somit sehr entgegen“, sagt Meyer. Hinzu komme, dass es in Pratoni sehr hügelig sei, so dass die Pferde konditionell in einer Top-Verfassung sein müssen. „Das Gelände bei den Deutschen Meisterschaften in Grumbach-Wilsdruff war auch sehr hügelig, das war für eine Formüberprüfung ideal“, erklärt Meyer. Damit die Pferde sich an die Bedingungen gewöhnen und sich akklimatisieren können, geht es für die Fahrer zehn Tage vor der WM ins Trainingslager nach Parma. (fn-press/evw)

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