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Detlef Böhlmann gewinnt WM-Sichtung der Einspänner
Der amtierende Deutsche Meister Detlef Böhlmann (Hollenstedt) hat mit Diaz die erste WM-Sichtung in diesem Jahr für die Einspänner im sächsischen Schildau gewonnen. Mit 103,92 Punkten in der Kombinierten Wertung siegte er nach Dressur, Hindernisfahren und Gelände vor Mareike Harm (Negernbötel) mit 104,95 Punkten mit ihrem Nachwuchspferd Do Marina. Platz drei ging an Christoph Dieker (Gescher) mit FST Elmor mit 106,97 Punkten.
„Detlef Böhlmann hat die Dressur gewonnen und ist stark im Gelände gefahren, er hat seine Leistung wieder einmal gebracht“, sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg) zufrieden. Böhlmann hatte beim Hindernisfahren zwei Bälle von den Kegeln geworfen und 1,5 Punkte kamen wegen Zeitüberschreitung hinzu, so dass er mit 7,5 Fehlern auf Platz neun landete. Im Gelände kam er dann aber mit 55,08 Punkten auf Platz zwei und sicherte sich so den Sieg. In Schildau mussten die Fahrer – entgegen dem sonstigen Ablauf – am Samstag in den Kegelparcours und erst am Sonntag in das Gelände. Mit Platz zwei in der Dressur hatte auch Mareike Harm mit Do Marina eine gute Ausgangsposition, sie belegte im Hindernisfahren Platz drei (3,5 Fehler) und Platz acht im Gelände. Mit ihrem Routinier Morning Star platzierte sie sich zusätzlich in der Kombinierten Wertung auf Rang sieben (121,41). Auch mit Kader-Fahrer Christoph Dieker und FST Elmor, die vor einigen Wochen bereits das internationale Turnier im tschechischen Kladruby gewonnen hatten, war Meyer sehr zufrieden. „Das Paar knüpft da an, wo sie vor einem Jahr aufgehört haben.“ Elmor war verletzungsbedingt fast ein Jahr ausgefallen und in Kladruby erstmalig wieder am Start gewesen.
Dieter Lauterbach (Dillenburg) – ein weiterer Fahrer des Championatskaders – kam mit Rheinprincess mit 109,47 Punkten auf Platz vier. Platz fünf belegte Dirk Hofmann (Radeburg/117,12) mit Lord Brown, der als einziger fehlerfrei im Hindernisfahren blieb und so diese Teilprüfung gewann. Platz sechs ging an Andreas Mahlow (Klein Marzehns) mit 121,12 Punkten. „Dieser junge Nachwuchsfahrer aus Berlin-Brandenburg hat sich gut gezeigt“, so das Urteil des Bundestrainers. Die Kaderfahrer Friedrich-Wilhelm Müller (Kirchlengern) und Reinhard Burggraf (Geretsried) kamen auf die Plätze zehn (124,60) und elf (124,81).
In der Kombinierten Wertung der Pony-Zweispänner musste sich Mannschafts-Weltmeister und Lokalmatador Steffen Abicht (Bad Düben), der für die Privilegierte Schützengilde (PSGi) Schildau startet, knapp Stephan Koch (Hamburg) – ebenfalls Mannschafts-Weltmeister – geschlagen geben. Koch siegte mit 100,38 Punkten, nachdem er die Dressur gewonnen, Platz zwei im Hindernisfahren und Platz drei im Gelände belegt hatte. Abicht kam auf 121,86 Punkte. Platz drei ging an Dieter Baackmann (Emsdetten) mit 122,25 Punkten.
„Schildau ist ein sehr schönes Turnier, das Gelände ist sehr zuschauerfreundlich, denn alle Hindernisse sind von einer Stelle aus einsehbar“, sagte Meyer. Vor dem Turnier habe es viel geregnet, so dass das Gelände – trotzdem dass es nur sechs Hindernisse waren – schwierig genug für die Fahrer gewesen sei.
Die weiteren Sichtungen für die Einspänner für die Weltmeisterschaften in Pratoni del Vivaro in Italien vom 28. Juli bis 1. August sind beim internationalen Turnier im hessischen Dillenburg vom 3. bis 6. Juni und im Rahmen der Deutschen Meisterschaften vom 25. bis 27. Juni im sächsischen Grumbach-Willsdruff. (fn-press/evw)
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