Nennung Online

In dieser Rubrik finden Sie gemeldete Informationen aus den Vereinen, beispielsweise Hinweise auf Vereinsveranstaltungen, Vorstandswahlen oder bestandene Fahrkursprüfungen.
(Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung, die Redaktion behält sich die Kürzung von Beiträgen vor)


Top 10 Alle 

Rainer Frychel verstarb nach kurzer schwerer Krankheit

Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. September 2011 um 09:00 Uhr auf dem Friedhof Wannsee, Friedenstraße 8-10, 14109 Berlin statt. Aus organisatorischen Gründen sind die Trauergäste gebeten, sich bereits um 8:30 Uhr vor der Kapelle einzufinden. Aufgrund vieler Nachfragen sind trauernde Reit- und Fahrkollegen gern auch in Turnierkleidung willkommen.

Rainer Frychel, aktiver Fahrsportler und Vizepräsident im Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg, verstarb am Morgen des 9. September 2011 im Alter von 68 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.

"Wir sahen Ihn auf dem Wege der Besserung und bis vor wenigen Tagen hatten wir noch regelmäßigen Kontakt mit ihm. Sein Tod trifft uns wie ein Schlag!" ist die erste Reaktion von Verbandspräsidium und Geschäftsstelle. "Wir sind noch völlig fassungslos. Er hinterlässt eine große Lücke in unserem Kreis. Nicht nur als engagierter Pferdemann, sondern vor allem als Mensch, wird er uns sehr fehlen."

Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg e.V.



Kutschenflohmarkt in Bisperode

Alle großen und kleinen Pferdefans sind wie jedes Jahr wieder herzlich eingeladen, am 09.Oktober 2011 ab 10:00 Uhr nach Bisperode zu kommen.

Auf dem Rittergut findet der traditionelle Open-Air-Kutschenflohmarkt statt.

An rund 60 Ständen von ausschließlich privaten Anbietern ist alles zu finden, was man für den Reit- und Fahrsport braucht, sowie Dekoartikel, Bücher, Spielsachen und vieles mehr rund ums Pferd. Von der kompletten Kutsche bis zum Hufnagel ist für alle Interessen und alle Geldbeutel etwas dabei.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, von herzhaft bis süß werden alle Geschmäcker auf ihre Kosten kommen. Für Abwechslung sorgen außerdem ganz verschiedene Schauprogramme, mit tollen Darbietungen rund ums Pferd. Kinderreiten und Kutschfahrten runden das Angebot für die ganze Familie ab.

Ein großer Teil des Erlöses kommt einem guten Zweck zugute. Die IG-Kutschenfreunde Weserbergland unterstützt auch dieses Jahr wieder mit einer Spende aus den Einnahmen das Therapeutische Reiten beim Kinderschutzbund in Rinteln.

Aussteller (nur privat!!!) melden sich bitte vorher bei Stephan Kater unter der Tel.Nr. 0160/1744976 oder email: stkater@teleos-web.de an.

Die IG Kutschenfreunde Weserbergland freut sich auf viele neugierige Besucher und Schnäppchenjäger! Bitte weitersagen! Dagny Schwan



Kurfürstliche Jagdgesellschaft und historische Kutschen vor barocker Kulisse

Am 4. September 2011 haben der Bayerische Reit- und Fahrverband e.V. und der Schleppjagdverein von Bayern e.V. die Freunde des traditionellen Pferdesports zur Historischen Jagd- und Kutschengala in den barocken Schlosspark von Schleißheim eingeladen. Aus Anlass des 850. Stadtgeburtstages von München wurde im Jubiläumsjahr 2008 erstmalig an die eleganten Epochen der ehemaligen kurfürstlichen und königlichen Residenz in dieser weitläufigen Gartenanlage erinnert. Auch heuer werden eine kurfürstliche Jagdgesellschaft und ein historischer Kutschencorso das Publikum in alte Zeiten entführen. Reiterinnen im Damensattel und historische bayerische Kavallerie ergänzen das Programm. Das Pferd wird zum Mittelpunkt dieses prächtigen Ensembles höfischer Architektur und Gartenbaukunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Vorführung einer hinter der Hundemeute gerittenen Jagd vermittelt den Zuschauern die anspruchsvolle sportliche Herausforderung einer Zeit, in der der Begriff Sport noch völlig unbekannt war. Besonders für die bayerischen Kurfürsten und ihre Hofgesellschaft war es Vergnügen und Fitnesstraining zugleich, in den ausgedehnten Wäldern um München dieser Passion zu huldigen.

Der historische Kutschencorso mit traditionellen Pferdegespannen erinnert an die Fahrkultur von Adel und Bürgertum in den Zeiten vor dem Siegeszug des Automobils. Die Kutschen und Karossen sind entweder restaurierte originale Fahrzeuge oder originalgetreu nachgebaut. Ebenso ist auch die Anspannung der Pferde originalgetreu. Es werden Kutschen präsentiert, wie sie für Reisen, Ausflüge und sportliche Vergnügungen verwendet wurden. Kutscher, Beifahrer und Fahrgäste sind in der Mode der Zeit gekleidet, in der die jeweiligen Kutschen im Gebrauch waren. Mit der Kommentierung der einzelnen Gespanne durch einen Fachmann erfährt der interessierte Zuschauer Einzelheiten über die vorgestellte „Oldtimer“. Zudem bewertet eine Kommission die historisch originalgetreue Gesamtdarstellung der einzelnen Kutschen sowie das fahrerische Können ihrer Lenker.

Ein stilvolles Intermezzo präsentiert der Verein „Reiten im Damensattel“, der sich das Ziel gesetzt hat, eine schon fast vergessene Reitkultur zu erhalten und weiter zu geben. Eine Demonstration am lebenden Objekt vermittelt grundlegende Kenntnisse zu dieser eleganten Reitweise: Konstruktion und Funktion eines Damensattels, der richtige und sichere Sitz in einem solchen Sattel sowie traditionelle Ausstattung und Etikette. Gerittene Schaubilder führen dem Publikum vor, wie sich in früheren Zeiten die vornehme Damenwelt zu Pferd zeigte.

Ein besonders farbenprächtiges historisches Schauprogramm erinnert bei der diesjährigen Jagd- und Kutschengala an die traditionsreiche Geschichte der bayerischen Kavallerie von 1700 bis 1900. „Unterm Rautenbanner für Kurfürst und König“ ist das Motto der originalgetreu uniformierten Grenadiers a cheval, Chevaulegers und Ulanen, die in dynamisch effektvollen Reitvorführungen zeigen, was Pferd und Reiter in früheren Jahrhunderten zu leisten fähig waren. Sie führen zurück in eine Zeit, als die Kavallerie-Regimenter die wesentlichen Träger der Reitkultur in Bayern waren.

An Glanz und Eleganz der kurfürstlichen Epochen der Schlossanlage erinnern die Barockgruppen „Freunde von Schleißheim“ und „Augspurger Barokoko“. Entsprechend der Mode von Barock und Rokoko gekleidet, flanieren die Damen und Herren im Schlosspark – ein sehr begehrtes Motiv für Fotografen.

Jagdhornbläser begleiten den Jagdverlauf mit den Signalen ihrer Parforcehörner. Zur Unterhaltung des Publikums spielen die Schleißheimer Schlosspfeifer auf.

Die gemeinsame Schlussaufstellung aller Akteure im Parkett des Schlossparks, an den Kaskaden und Fontänen der Wasserspiele, wird zum Höhepunkt der Veranstaltung. Das festliche Geschehen am Hof Max Emanuels lebt wieder auf. Sabine Rehage



Erfolgreiche Pferdesportevents in Hesel: Orientierungsfahrt und -ritt mit Riesenbeteiligung

Nach dem die Helfer um Gertrud Boekhoff, Großoldendorf, mit einem sehr guten Nennungsergebnis zum Vielseitigkeitsfahrturnier im ostfriesischen Hesel für ihre Vorbereitungsarbeit belohnt wurden, zeigten sich auch alle Teilnehmer rund um zufrieden. Erstmals nach über zwanzig Jahren gingen am 9. und 10. Juli in Hesel wieder Vierspänner an den Start. Gertrud Boekhoff selbst stellte ihre vier Welsh-B – Fuchse dabei erstmals auf einem Turnier im Vierspänner in der Klasse A vor. So hielt sie es mit der Familientradition ihres Großvaters, „Jonny“ Tammen, Hesel, der vor und nach dem Krieg ausnahmslos mit Fuchsgespannen das Bild ostfriesischer Turniere prägte.

Der Vorstand des Reit- und Fahrvereins Hesel zeigte sich, ebenso wie die Teilnehmer und Besucher, von der angenehmen Turnieratmosphäre beeindruckt. Erstere allerdings noch mehr von dem sehr positiven Kassenabschluss. Das Organisationsteam hatte kräftig die Werbetrommel gerührt und viele Sponsoren gewinnen können.

Im Folgemonat August dann schon die zweite Herausforderung für das Team, der Orientierungsritt und die Orientierungsfahrt am 21. 08.. Die Teilnehmermeldungen drohten die Kapazitäten der Organisatoren zu übersteigen. 130 Reiter und Fahren meldeten und gingen an den Start! Eine logistische Meisterleistung des kleinen Teams um Gertrud Boekhoff. Gleich zwei unterschiedliche Routen standen zur Auswahl, 10 bis 15 km oder 20 bis 25 km, jeweils im gegenläufigen Rundkurs um die Wallheckenlandschaft und dem Forst Kloster Barthe in Hesel. Unterwegs waren leichte Aufgaben zu lösen, immer wieder kamen Reiter und Fahrer entgegen.

Auch hier wurde den Teilnehmern ein kurzweiliges Programm geboten, viele Zusagen für 2012 verpflichten zur Wiederholung. Jonny Siebens



Historische Jagd- und Kutschengala im Schlosspark von Oberschleißheim bei München

Kurfürstliche Jagdgesellschaft und historische Kutschen vor barocker Kulisse. Schirmherr: SKH Luitpold Prinz von Bayern

Am 4. September 2011 laden der Bayerische Reit- und Fahrverband e.V. und der Schleppjagdverein von Bayern e.V. die Freunde des traditionellen Pferdesports zur Historischen Jagd- und Kutschengala in den barocken Schlosspark von Schleißheim. Aus Anlass des 850. Stadtgeburtstages von München wurde im Jubiläumsjahr 2008 erstmalig an die eleganten Epochen der ehemaligen kurfürstlichen und königlichen Residenz in dieser weitläufigen Gartenanlage erinnert. Auch heuer werden eine kurfürstliche Jagdgesellschaft und ein historischer Kutschencorso das Publikum in alte Zeiten entführen. Reiterinnen im Damensattel und historische bayerische Kavallerie ergänzen das Programm. Das Pferd wird zum Mittelpunkt dieses prächtigen Ensembles höfischer Architektur und Gartenbaukunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Vorführung einer hinter der Hundemeute gerittenen Jagd vermittelt den Zuschauern die anspruchsvolle sportliche Herausforderung einer Zeit, in der der Begriff Sport noch völlig unbekannt war. Besonders für die bayerischen Kurfürsten und ihre Hofgesellschaft war es Vergnügen und Fitnesstraining zugleich, in den ausgedehnten Wäldern um München dieser Passion zu huldigen.

Der historische Kutschencorso mit traditionellen Pferdegespannen erinnert an die Fahrkultur von Adel und Bürgertum in den Zeiten vor dem Siegeszug des Automobils. Die Kutschen und Karossen sind entweder restaurierte originale Fahrzeuge oder originalgetreu nachgebaut. Ebenso ist auch die Anspannung der Pferde originalgetreu. Es werden Kutschen präsentiert, wie sie für Reisen, Ausflüge und sportliche Vergnügungen verwendet wurden. Kutscher, Beifahrer und Fahrgäste sind in der Mode der Zeit gekleidet, in der die jeweiligen Kutschen im Gebrauch waren. Mit der Kommentierung der einzelnen Gespanne durch einen Fachmann erfährt der interessierte Zuschauer Einzelheiten über die vorgestellte „Oldtimer“. Zudem bewertet eine Kommission die historisch originalgetreue Gesamtdarstellung der einzelnen Kutschen sowie das fahrerische Können ihrer Lenker.

Ein stilvolles Intermezzo präsentiert der Verein „Reiten im Damensattel“, der sich das Ziel gesetzt hat, eine schon fast vergessene Reitkultur zu erhalten und weiter zu geben. Eine Demonstration am lebenden Objekt vermittelt grundlegende Kenntnisse zu dieser eleganten Reitweise: Konstruktion und Funktion eines Damensattels, der richtige und sichere Sitz in einem solchen Sattel sowie traditionelle Ausstattung und Etikette. Gerittene Schaubilder führen dem Publikum vor, wie sich in früheren Zeiten die vornehme Damenwelt zu Pferd zeigte.

Ein besonders farbenprächtiges historisches Schauprogramm erinnert bei der diesjährigen Jagd- und Kutschengala an die traditionsreiche Geschichte der bayerischen Kavallerie von 1700 bis 1900. „Unterm Rautenbanner für Kurfürst und König“ ist das Motto der originalgetreu uniformierten Grenadiers a cheval, Chevaulegers und Ulanen, die in dynamisch effektvollen Reitvorführungen zeigen, was Pferd und Reiter in früheren Jahrhunderten zu leisten fähig waren. Sie führen zurück in eine Zeit, als die Kavallerie-Regimenter die wesentlichen Träger der Reitkultur in Bayern waren.

An Glanz und Eleganz der kurfürstlichen Epochen der Schlossanlage erinnern die Barockgruppen „Freunde von Schleißheim“ und „Augspurger Barokoko“. Entsprechend der Mode von Barock und Rokoko gekleidet, flanieren die Damen und Herren im Schlosspark – ein sehr begehrtes Motiv für Fotografen.

Jagdhornbläser begleiten den Jagdverlauf mit den Signalen ihrer Parforcehörner. Zur Unterhaltung des Publikums spielen die Schleißheimer Schlosspfeifer auf.

Die gemeinsame Schlussaufstellung aller Akteure im Parkett des Schlossparks, an den Kaskaden und Fontänen der Wasserspiele, wird zum Höhepunkt der Veranstaltung. Das festliche Geschehen am Hof Max Emanuels lebt wieder auf.



Neue Landesmeister bei Ein-, Zwei- und Vierspännern in Schleswig-Holstein / Hamburg

Zu den Klängen der Hamburger und Schleswig-Holsteiner- Landeshymnen wurden am Nachmittag des 28.August auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg die diesjährigen Sieger Gespannfahrer geehrt. Kreisrätin Jutta Hartwieg gratulierte den Landesmeistern und überreichte Gold-, Silber- und Bronzemedaillen der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg e.V.

81 Gespanne trafen sich am Freitag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg zur Dressur. In den Anspannungsarten Ein-, Zwei- und Vierspänner, jeweils für Ponys und Pferde zeigten sich elegant herausgebrachte Gespanne in den Prüfungen der Klasse M.

Am Samstag ging es für alle Fahrer und ihre Teams in die Ihlheide zur Geländefahrt. In  einer mehr als acht Kilometer langen Wegestrecke und sechs festen Hindernissen, inkl. einer Wasserdurchfahrt, wurden den Gespanne eine gute Kondition und Reaktion abverlangt. Alle kamen sicher ins Ziel und waren von Strecke und bunt geschmückten Hindernissen begeistert.

Beim Kegelfahren am Sonntag kam es auf Schnelligkeit und eine sichere Fahrt an, denn nur ein gefallener Ball konnte über die Meisterschaft entscheiden. Zahlreiche Zuschauer fieberten mit ihren Favoriten und feuerten die Gespanne an. Am unteren Ende des Landesturnierplatzes fand zur gleichen Zeit ein Treffen der Stormaner-Oldtimer-Trecker-Freunde statt. Viele Oldtimer-Begeisterte fanden auch an den Hindernis-Fahrten der Kutschen großes Interesse. 

Gegen 16 Uhr stand auch der Vierspänner-Landesmeister fest. Robert Blender aus Loose verteidigte seinen Titel auch in diesem Jahr. Bei den Pony-Vierspänner gewann Rüdiger Schulz von der Insel Poel die Kombinierte Wertung.Zweipänner-Landesmeister wurde zum wiederholten Male Sönke Hansen (Husbyharde), den Pony-Zweispänner-Titel sicherte sich die 17-jährige Louise Hansen (Schuby). Nadine Elzermann (Oehring) holte sich bei den Einspänner-Pferde den Landesmeister-Sieg, bei den Ponys siegte Jörn Rennebach (Hamburg).

Parallel zu den Kegelfahrten für die Landesmeisterschaften fand am Sonntagnachmittag auf dem oberen Platz Dressur und Kombiniertes Hindernisfahren der Klasse E statt. 18 Nachwuchsfahrer und –Fahrerinnen zeigten ihre sehr ansprechenden Leistungen. Bei den Einspännern siegte Hendrik David Stut , bei den Zweispännern Rafaela Sandmann-Lewerenz.
Stefanie Kallies - Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg e.V.



1. Traditionsfahren in Thüringen

Erstmalig trafen sich in Clingen (Thür.) am Traditionsfahren interessierte Gespannfahrer zu einem Wettbewerb. Der ehrenamtliche Bürgermeister des Ortes, Harald Keitel, hatte das XX. Internationale Pferde-und Fahrsymposium der "Vereinigung zur Pflege und Förderung der Fahrkultur und des Fahrsports e.V." in Potsdam besucht. Hier entstand der Wunsch, im Rahmen der Vorbereitung des 110jährigen Bestehens des Clingener Sportvereins, ihre Festlichkeit mit einer Traditionsveranstaltung im Gespann fahren zu bereichern.

Aus den Reihen der Tagungsteilnehmer gab es zwar recht positive Resonanz zu diesem Vorhaben, aber die Reaktionen auf die Ausschreibung waren zurückhaltend. Außer zwei pünktlichen Meldungen aus Brandenburg und Franken waren umfangreiche Bemühungen um Teilnahme im unmittelbaren Umfeld erforderlich; es kam eine Anzahl von 15 historischen Kutschen zusammen.

Vor großem Publikum auf dem Clingener Marktplatz wurden die Gespanne vorgestellt und im einzelnen von einer Fachjury ( B. Mühlhaus, H.Jürschik) bewertet. Nach der Repräsentation begaben sich die Gespanne auf eine 15km lange Strecke, die zu einem Picknickplatz im Schlosspark Grüningen führte. Vor dem Schloss war ein Geschicklichkeitswettbewerb zu absolvieren. Die Weiterfahrt durch die thüringische Landschaft war für viele ein Erlebnis und endete auf einem Sportplatz, wo ein anspruchsvoller Hindernissparcour die Gespanne erwartete.

In die Platzierung flossen die Präsentation, die Streckenfahrt, die Geschicklichkeitsaufgaben und die Parcourbewältigung ein.

Zum Abschluss fuhren alle Gespanne auf; die Sieger und Platzierten begaben sich auf die Ehrenrunde, und alle Gespanne wurden mit Erinnerungsgeschenken des Sportvereins und der Stadt Clingen bedacht.

Nach Versorgung der Pferde im landwirtschaftlichen Betrieb Keitel wurde beim gemütlichen Ausklang in der Kutscherstube der Wunsch nach Fortsetzung einer Fahrsportveranstaltung dieser Art laut. Damit ist auch in Thüringen das Interesse am Traditionsfahren geweckt worden.
Angelika Kubik



Reinhard Mahlke und Hans Grünwald verstorben

Gleich zwei alte und verdiente Weggefährten sind in der vorigen Woche verstorben. Nach längerer Krankheit verstarb Reinhard Mahlke. Reinhard ist vielen als aktiver Fahrer, Turnierfahrer, Hochzeitskutschenfahrer und zuletzt als Richter, Abzeichenprüfer und Parcourschef bekannt. Mit ihm verlieren wir wieder mal einen Kenner des Fahrsports und der Fahrkultur.

Einen weiteren großen Verlust bedeutet der Tod von Hans Grünwald. Auch Hans war lange Jahre dominierend auf den Turnierplätzen in und außerhalb Schleswig-Holsteins. Er war zeitweise unser Landestrainer und hat uns jahrelang in den Pferdesportgremien bis hin zur FN vertreten. In den letzten Jahren fuhr er mit jugendlichen Fahrerinnen auf die Turniere und verhalf ihnen mit seinen Gespannen und seinem fachkundigen Rat zu großen Erfolgen.

Wir Fahrer haben beiden Verstorbenen viel zu verdanken und werden sie vermissen.
J. Lamp



Viele Teilnehmer beim Fahrertreffen in Fridolfing

Am 28. und 29. Mai waren in Fridolfing die Kutschen unterwegs. Auf dem Gelände der  Pferdefreunde Fridolfing fand das Fahrertreffen mit Austragung des Chiemgau-Cups statt.

Bereits am Samstag Morgen um 9 Uhr gings los mit der Dressur. Im Dressurviereck zeigten 20 Einspänner ihr Können beim Zirkel-, Volten- und Schlangenlinienfahren. Der Richter Johann Thieß vergab die Wertnoten nach denen die Gewinner festgelegt wurden. Der erste Platz ging an Christina Wagner mit Pferd Attila gefolgt von Andrea Thurner mit Nandro und Rupert Paul mit Grace. In der Mittagspause zeigten 8 Mädels der Vereinsjugend eine Reitquadrille. Nach wochenlangem Üben hat trotz Regen alles wunderbar geklappt und sie ernteten viel Applaus. Die Hoffnung auf schöneres Wetter am Nachmittag wurde leider nicht erfüllt, denn pünklich zum Einspannen fürs Geschicklichkeitsfahren wurde es wieder nass von oben. In dieser Disziplin mussten 12 Kegelhindernisse ohne Berührung durchfahren werden in einer vorgegebenen Zeit. Wer zu schnell oder zu langsam war bekam Strafpunkte. Das beste Zeitgefühl hatte Sebastian Brandauer mit Pferd Elke gefolgt von Alexandra Lahner mit Nicki und Christa Kräbl mit Ronja. Beim dritten Parcour mit Geländehindernissen ging es dann um die schnellste Zeit. Am flottesten unterwegs war Sebastian Brandauer mit Elke gefolgt von Heinrich Abfalter mit Ricky und Christina Wagner mit Attila. Am Sonntag früh wurden die ersten Gespanne bereits mit Sonnenschein begrüßt. 8 Zweispänner zeigten ihr Können im Dressurviereck, wobei Heidi Mösenlechner mit Nandolino und Nasiri die beste Wertnote bekam. An zweiter Stelle war Alexandra Lahner mit Ri und Nicki gefolgt von Anja Fagerer mit Olympia und Ositha. Während sich die Fahrer und Zuschauer ein Mittagessen gönnten bauten fleißige Vereinsmitglieder unter der Leitung von Hans Schifflechner bereits wieder den Pacour für nachmittags auf. Und schon gings weiter mit dem Geschicklichkeitfahren mit Zeitvorgabe. Der Idealzeit am Nächsten kam Christian Brunner mit Montoya und Minuette, den zweiten Platz belegte Alexandra Lahner mit Nicki und Ri und Dritter wurde Robert Obermeier mit Jente und Maurits. Nun folgte der rasantere Teil, das Geschicklichkeitsfahren mit Geländehindernissen. Hier durften die Geländehindernisse auch im Gallop durchfahren werden. Die schnellste Fahrt mit 0 Fehlern hatte Wenzel Kohlruß mit Caesar und Campino gefolgt von Christian Brunner mit Montoja und Minuette und Heidi Mösenlechner mit Nandolino und Nasiri. Nachdem die Pferde versorgt waren, konnte nun bei Kaffee und Kuchen und einem Gläschen Sekt noch so mancher Sieger gefeiert werden. Dank der vielen fleißigen Helfer und der disziplinierten Fahrer ging das Fahrertreffen in Fridolfing reibungslos über die Bühne und zählt als erster Teil des Chiemgau-Cups. Die nächsten Fahrertreffen sind in Pertenstein am 16.-17. Juli und in Wiesmühl am 3.-4. September. Wer an mindestens zwei dieser drei Fahrertreffen teilgnommen hat kommt in die Wertung des Ciemgau-Cups und kann Gesamtsieger werden. Franz Kräbl



Jubiläums-Traditionsgespannfahren der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg e.V. auf Gut Pronstorf am Himmelfahrtstag (2.6.2011)

In diesem Jahr veranstaltetet die Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg e.V. zum zehnten Mal ihr Traditionsgespannfahren. Im Jahre 2001 starteten auf Anhieb drei Dutzend vor 1950 gebaute Wagen auf Schloss Weissenhaus, um an dieser bis dahin in Norddeutschland in Vergessenheit geratenen Sportart teilzunehmen. Eduard von Below half damals mit bei der Entwicklung der Regeln – basierend auf dem französischen „Règlement du mars 1997 de l’Association Francaise d’Attelage“. Graf von der Schulenburg unterstützte als Mentor die Organisatoren und lud sogar die möglichen Teilnehmer auf das Versuchsgut Futterkamp zu einem Frisierkurs für das ideale Pferdeoutfit zum traditionellen Fahren ein. Auch hielt er vor den Fahrern einen Vortrag zu diesem ihm ans Herz gewachsenen Thema und berichtete von seinen Erfahrungen, die er in Cuts in Nordfrankreich gesammelt hat. Dort wurde die „Attelage de Tradition“ erstmals in Europa entwickelt und hat inzwischen internationale Standards gesetzt.

Das Traditionsgespannfahren auf dem Gut der Grafen von Rantzau geht einher mit der Einweihung des zweiten zum Hotel ausgebauten Torhaustrakts von Gut Pronstorf vor den Toren von Bad Segeberg.
Pieter Egelhof


Fahrsport Lessing