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Die Besonderheit dieser Veranstaltung lag darin, dass teilweise in drei verschiedenen Konferenzräumen zeitübergreifend unterschiedliche Themen von qualifizierten Referenten angeboten wurden. Vorträge und Workshops, zum Teil gezielt für Richter oder Parcourschef, zum Teil aber auch für alle Fahrsportinteressierten. So referierte der frühere Ausbildungsleiter der hessischen Reit- und Fahrschule Rolf Petruschke über Schwungentfaltung, Zügel und Leinen aus der Hand kauen lassen und verdeutlichte seine Ausführungen auch in der Praxis. Still war es im großen Saal, als Rechtsanwalt Dr. Dietrich Plewa verschiedene Themen der Haftung in Zusammenhang mit Fahrsport, Fahrausbildung oder überhaupt der Pferdehaltung aufgriff und anhand praktischer Fälle dem Publikum näher brachte.
Der internationale Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf (Salzhausen) beschäftigte sich mit der Zukunft der Parcoursgestaltung und aktuellen Problemen beim Hindernisfahren und im Geländebau nicht nur aus internationaler Sicht, sondern auch auf nationaler Ebene. Lena-Marie Koch vom Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf, die als psychologische Beraterin unter anderem die Fahrer betreut, erläuterte Möglichkeiten der Einbindung von Mentaltraining in Ausbildungsmaßnahmen und zur Verbesserung der Leistung besonders in den Wettbewerben. Bundestrainer Karl-Heinz Geiger diskutierte mit dem Publikum aktuelle Problemfälle der Leistungs-Prüfungsordnung (LPO) aus der vergangenen Saison.
Einen weiteren Praxisteil gab es zum Training und wettbewerbsmäßigen Fahren von Hindernissen im Kegelparcours. Einspännerfahrer Dieter Lauterbach und Aktivensprecher Peter Tischer hatten dieses Thema zuvor auch in der Theorie aufgearbeitet und vorgestellt. Dr. Jörg Jähn (Königslutter), Mannschaftstierarzt der Ponyfahrer, hielt einen Vortrag zum Thema „Trainingsaufbau junges Pferd“. Rudolf Temporini (Lautertal), Vertreter des Jugend-Fahrsports in der Bundesjugendleitung der FN, zeigte die bisherige Entwicklung und Perspektive des Jugendfahrsports auf nationaler und internationaler Ebene auf und referierte zum Thema „Organisation von Fahrturnieren“.
Außerdem gaben die beiden Journalistinnen Anja Sagkob („Pferd & Wagen“) und Simone Schreiber (Pferdesportjournal“) den Vereinsmitgliedern Tipps für eine erfolgreiche und effektive Pressearbeit. Andrea Summer gab Erklärungen zum FN-Computerprogramm TORIS, einem Turnier-Organisations- und Informationssystem zur Unterstützung eines Turniers und leistete Hilfestellung für die effektive Arbeit einer Meldstelle.
„Nach dem großen Erfolg in Biblis wollen wir so ein Fahrsport-Seminar auf jeden Fall jährlich wiederholen“, plant Karl-Heinz Geiger. (fn-press/Rudolf Temporini/evw) |
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